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Ende Mai starten Luca und Vincent aus dem Sauerland zu einem außergewöhnlichen Abenteuer: Mit dem Fahrrad geht es in 30 Tagen rund 3.000 Kilometer und 26.000 Höhenmeter bis nach Athen – für einen guten Zweck.
Quelle: PrivatDie beiden Freunde kennen sich seit der neunten Klasse und sind seitdem unzertrennlich. Ihre erste Tour führte sie 2023 spontan nach Amsterdam – ohne Budget, ohne passende Ausrüstung, aber mit jeder Menge Abenteuerlust. Zwei alte Mountainbikes wurden notdürftig instandgesetzt, Vincents klappriges Rad machte ständig Probleme. „Die Kette sprang dauernd ab, das war richtig nervig“, erinnert er sich. Auch die schlechtsitzenden Fahrradtaschen erschwerten die Fahrt. Doch trotz aller Widrigkeiten war die Tour ein voller Erfolg – mit vielen unvergesslichen Momenten.
Von Amsterdam bis Athen: Der Weg zum Ziel
Nach diesem Erlebnis war schnell klar: Es soll weitergehen. Das nächste Ziel hieß Stockholm. Anders als beim ersten Trip wurde diesmal mit neuer Ausrüstung und besserer Planung gestartet. Die 18-tägige Reise durch Schweden brachte nicht nur Muskelkater, sondern weckte auch den Wunsch nach mehr: neue Länder, neue Kulturen und intensivere Begegnungen – und das alles auf zwei Rädern. Der direkte Kontakt zu Menschen, spontane Gespräche und die Nähe zur Umgebung prägten die Reise nachhaltig.
Quelle: PrivatSo entstand das nächste große Vorhaben: Athen. Die Route führt von Marmecke (Kirchhundem) über die Alpen, entlang der Adriaküste durch Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Albanien bis nach Griechenland. Eine Herausforderung in jeder Hinsicht.
Doch diesmal geht es nicht nur um das Abenteuer – die beiden verbinden ihre Reise mit einer Spendenaktion.
„Wir möchten Menschen unterstützen, die nicht die gleichen Möglichkeiten haben wie wir“, sagen sie. Der Fokus liegt auf zwei Organisationen:
Die Toni-Kroos-Stiftung setzt sich für schwerkranke Kinder und deren Familien ein, Mission Erde engagiert sich weltweit für Umwelt- und Artenschutz sowie nachhaltige Bildung.
Unterstützer, Umwege und unvergessliche Momente
Um Unterstützer zu gewinnen, setzen Luca und Vincent auf persönlichen Kontakt. Lokale Unternehmen werden direkt angesprochen – mit Erfolg. „Viele Firmen haben das ehrliche Engagement geschätzt.“ Bereits jetzt unterstützen Unternehmen wie Mennekes, Bever, Franz Prein Bedachungen, Trugge und Heinemann Garten- und Landschaftsbau die Aktion – weitere Partner sind im Gespräch.
Quelle: PrivatTrotz sorgfältiger Planung bleibt jede Reise unberechenbar. Gegenwind, brennende Sonne, Muskelkater und Mücken – das gehört dazu. Nach der ersten Woche folgt der Realitätscheck: Der Körper ist ausgelaugt, der Kopf zweifelt. Gerade der starke Gegenwind zehrt an der Motivation. Doch genau hier zeigt sich der wahre Wille.
Ein typischer Tag beginnt früh: aufstehen, frühstücken, Zelt abbauen und los. Unterwegs gilt es, regelmäßig Energie zu tanken – ob mit Supermarkt-Snacks, Pizzastücken oder aus dem Campingkocher. Am Nachmittag startet die Suche nach einem geeigneten Schlafplatz – mal digital per App, mal durch direkte Nachfrage. In Schweden etwa bot ihnen ein Bauer nach 140 Kilometern spontan einen Platz direkt am See an – ein unvergessliches Erlebnis. „Wer freundlich fragt, schläft oft am schönsten“, sagen sie.
Ein ganz besonderes Andenken haben die beiden ebenfalls im Gepäck: zwei Mundharmonikas, auf einem Flohmarkt in Schwerin gekauft. „Die haben wir in schwierigen Momenten gespielt – manchmal sogar während der Fahrt“, erzählt Luca schmunzelnd.
Auch wenn Athen das große Ziel ist, setzen sich die beiden kleinere Etappen als Motivation. „So erlebt man jeden Tag einen kleinen Erfolg – das hilft enorm.“ Und wenn es mal nicht läuft, helfen ein Müsliriegel – oder die Töne der Mundharmonika.


