Quelle: Caritas AufWind-Kindergarten
Der Caritas-AufWind-Kindergarten „Sonnenschein“ in Lennestadt-Maumke
Der Name der neugebauten Einrichtung ist Programm: In hellen, lichtdurchfluteten Räumen begegnet das Team den Kindern mit Wärme und Herzlichkeit – und vermittelt ihnen zugleich einen besonderen Blick für die Natur.
Wenn früh morgens die ersten Sonnenstrahlen durch die großen Fenster scheinen, begrüßen Kinderlachen und helle Farben die Besucher des neuen Caritas-AufWind-Kindergartens „Sonnenschein“ in Lennestadt-Maumke. Noch vor knapp einem Jahr stand hier nur ein Rohbau und es deutete noch nicht viel darauf hin, dass hier bald etwa 40 Kinder im Alter von zehn Monaten bis sechs Jahren eine zauberhafte neue Kindergartenheimat finden werden, in der auch bei Regenwetter die Sonne scheint. Doch wie wird aus einem kalten Betonbau ein Ort voller Geborgenheit für unsere Jüngsten?
Quelle: Caritas-AufWind-KindergartenGesa Baumhoff-Koch ist die Leiterin dieser dreigruppigen Einrichtung des Caritasverbandes für den Kreis Olpe e.V. Seit März begleitet sie den Bau und die Gestaltung „ihres“ Kindergartens. „Mir war wichtig, dass Räume geschaffen werden, in denen sich alle, Kinder, Eltern und das Team, wohlfühlen und sich verwirklichen können. Die Räume sollen zum Lernen einladen, den Blick für die Natur öffnen und Rückzugsmöglichkeiten bieten“, beschreibt die 38-Jährige die Ziele bei der Einrichtung des Kindergartens. Träger und Architekt legten großen Wert auf Klimafreundlichkeit und auch, dass die Einrichtung barrierefrei ist. Sie hospitierte in sechs verschiedenen Caritas-AufWind-Kindergärten der Umgebung, ließ sich von deren Räumlichkeiten inspirieren, brachte aus ihrer eigenen 18-jährigen Berufserfahrung Ideen ein und erhielt fachliche Unterstützung seitens des Trägers, des Architekten und des Inneneinrichters.
Quelle: Caritas-AufWind-KindergartenDie Natur im Blick
So finden sich heute in dem geräumigen eingeschossigen Bau unter anderem riesige Panoramafenster in den Gruppenräumen, ein Spielplatz in der Natur und ein Atrium inmitten der Einrichtung. In diesem wird im kommenden Jahr ein Lerngarten mit Hochbeeten angelegt. So naturverbunden der Kindergarten ist, so passend sind die Gruppennamen der zwei U3- und einer Ü3-Gruppe: Neben der Regenbogengruppe finden hier die Wölkchen- und die Blumenwiesengruppe ihren Platz.
„Wenn ich morgens komme, freue ich mich über all die Sonnen und die bunten Farben“, sagt die fünfjährige Zlata. Der großzügige Eingangsbereich ist mit selbstgebastelten Sonnenlaternen dekoriert. Die Sonnenscheinkinder brachten damit ein paar Sonnenstrahlen in den Maumker Sankt Martinszug.
Mit Sonne im Herzen den Alltag gestalten
Turnhalle, Atrium und Teamraum bilden das Herzstück der Einrichtung, während die Gruppen- und Bildungsräume thematisch außen angeordnet sind. Auch dem zwei Jahre alten Noah gefällt die durchdachte Gestaltung: „Ich finde es toll, dass man hier einen Rundlauf durch die Einrichtung machen kann.“ Der Eingangsbereich, vom gelben Boden eingerahmt, spiegelt den gewählten Namen wider: „Das passt natürlich unglaublich gut zu unserem Einrichtungsnamen „Sonnenschein“, den wir im Team gemeinsam ausgesucht haben,“ beschreibt Lea Schauerte, Sozialpädagogin, die Namensfindung. „Sonnenschein verbinden wir mit Helligkeit, Freundlichkeit und Wärme. Er lässt die Natur wachsen, so wie wir den Kindern eine entwicklungsfördernde Umgebung bieten möchten und wo wir auch als Gemeinschaft wachsen“, ergänzt Gesa. Als eines der ersten Projekte nimmt das Team in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Zahngesundheit das Programm „Kita mit Biss“ in Angriff, in welcher gesunde Ernährung und die Förderung von Mundgesundheit im Mittelpunkt steht.
Partizipation von Anfang an
Antonio La Penta Gonzales, Praktikant im Anerkennungsjahr und somit angehender Erzieher, beschreibt die ersten gemeinsamen Monate: „Im August sind wir gemeinsam in das erste Kindergartenjahr gestartet: die Kinder, ihre Eltern und wir als Team. Wir haben schnell zueinander gefunden und Vertrauen aufbauen können.“ Dabei ist dem achtköpfigen Team im pädagogischen Alltag Struktur, Transparenz und Mitsprache besonders wichtig. Gesa erläutert: „Partizipation lernen bei uns schon die Kleinsten, die spüren sollen, dass sie ein wichtiger Teil unserer Gemeinschaft sind und eine eigene Stimme haben, die zählt, z.B. beim Aussuchen von Aktivitäten oder Mitgestalten von Angeboten.“
Quelle: Caritas-AufWind-KindergartenMit Eisbildern den Winter funkeln lassen
Ein schönes Angebot sind die Eisbilder, die die Kinder im Winter gestalten. „Diese haben natürlich auch etwas mit der Natur zu tun. Dazu sammelt ihr draußen Materialien, wie bunte Steine, Blätter, Eicheln und legt sie in einen tiefen Teller. Diesen füllt ihr mit Wasser, legt ein Band mit einer Schlaufe hinein und lasst es bei Minusgraden draußen gefrieren. Dann habt ihr ein eigenes, wunderschönes Naturkunstwerk,“ beschreibt Lea die besondere Bastelidee.
Und wenn dann mal ein Sonnenstrahl durch die Wolkendecke bricht, lässt er euer Bild funkeln, so wie auch der Caritas-AufWind-Kindergarten Sonnenschein seine Kinder strahlen lässt.


