Wirtschaftsstandort mitTradition und Innovationskraftdes Mittelstandes

Quelle: Veltins

Die Interessengemeinschaft Mescheder Wirtschaft (IMW) setzte ein deutliches Zeichen für regionale Vernetzung: Rund 70 Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Stadtgebiet sowie weitere Fördermitglieder waren Gäste der Brauerei C. & A. Veltins in Grevenstein. Der Besuch bot nicht nur exklusive Einblicke in modernste Brauprozesse, sondern wurde auch zum Forum für eine kritische Bestandsaufnahme der aktuellen wirtschaftspolitischen Lage. Das Vor-Ort-Event begann mit einem informativen Besucherrundgang über das Brauereigelände. Die Mescheder Wirtschaftsvertreter konnten hautnah erleben, wie Tradition und Hightech in Grevenstein Hand in Hand gehen. Dass Veltins heute als einer der wenigen Standorte in Deutschland über drei Millionen Hektoliter Bier produziert, beeindruckte die Teilnehmer sichtlich. Im Anschluss an die Besichtigung trafen sich die Mitglieder der IMW in der Schützenhalle Grevenstein zu ihrer regulären Mitgliederversammlung. Der IMW-Vorsitzende Frank Hohmann begrüßte dabei einen besonderen Gast: Veltins-Marketinggeschäftsführer Fabian Veltins, der die Unternehmergemeinschaft auch im Namen von Susanne Veltins willkommen hieß.

Zahlen verdeutlichen die Herausforderungen der Branche

In seiner anschließenden Rede schlug Fabian Veltins ernste Töne an und adressierte die Herausforderungen, vor denen nicht nur die Brauwirtschaft, sondern der gesamte regionale Mittelstand steht. Er mahnte dringende Entlastungen und eine echte Entbürokratisierung an. „Dokumentationspflichten und komplexe Regulierungen binden Ressourcen, die eigentlich in Innovation, Wachstum und Beschäftigung fließen sollten“, so Veltins. Besonders die demografische Entwicklung bereite dem Markt Sorge. Veltins verdeutlichte dies mit eindringlichen Zahlen: Während jährlich rund 1,3 Millionen Babyboomer in Rente gehen, rücken nur etwa 800.000 junge Erwachsene nach. „In der konsumorientierten Zielgruppe fehlen uns in der Zukunft Jahr für Jahr eine halbe Million Konsumenten“, warnte er mit Blick auf den historischen Absatzrückgang der Branche. Trotz des schwierigen Umfelds und des spürbaren Konsolidierungsdrucks am Markt betonte Fabian Veltins die Stärke des Familienunternehmens. Dank konsequentem Innovationsmanagement und Investitionen in moderne Produktionsprozesse halte Veltins einen stabilen Kurs. Ein zentrales Versprechen gab er den Mescheder Unternehmern mit auf den Weg: Das klare Bekenntnis zum Standort Grevenstein bleibt unerschütterlich. „Wir denken nicht daran, etwas an unserer gewachsenen Standortphilosophie ändern zu wollen. Wir fühlen uns wohl in Grevenstein“, bekräftigte Veltins die tiefe Verwurzelung im Sauerland.

Unternehmerische Stärken gilt es zu fördern

IMW-Vorsitzender Frank Hohmann dankte für die Gastfreundschaft und den offenen Austausch. Die Veranstaltung unterstrich einmal mehr das gemeinsame Ziel: Das Sauerland als starken Wirtschaftsstandort zu erhalten. Dafür brauche es jedoch politische Rahmenbedingungen, die unternehmerische Stärke fördern, statt sie durch Bürokratie auszubremsen. Dass es durchaus lebendigen Unternehmergeist im Mescheder Stadtgebiet gibt, wurde allein durch die Tatsache deutlich, dass 19 neue Mitglieder der Interessengemeinschaft beigetreten sind. Einige nutzten die Gelegenheit, sich im Kreis der Gäste vorzustellen.