Quelle: Winersport-Arena
Die Wintersport-Arena Sauerland hat in ihrer jüngsten Mitgliederversammlung nicht nur auf die vergangene Wintersaison zurückgeblickt, sondern auch wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Deutlich wurde dabei: Die größte Wintersportregion nördlich der Alpen entwickelt sich stetig weiter – mit neuen Projekten, einem klaren Bekenntnis zur Nachhaltigkeit und einem besonderen Augenmerk auf die Akzeptanz bei Gästen wie Einheimischen.
Rückblick auf die Saison
Die Vorsaison brachte ein Bild, das viele überrascht hat: volle Straßen, aber nicht voll ausgelastete Lifte. Zahlreiche Besucher kamen nicht zum Skifahren, sondern zum Winterwandern oder für ein spontanes Schnee-Erlebnis. Für die Verantwortlichen ist klar, dass künftig eine differenzierte Kommunikation der Besuchsströme notwendig ist, um Missverständnisse zu vermeiden und Maßnahmen passgenau zu entwickeln.
Ende einer Ära – Auflösung des Skiliftverbands
Nach 53 Jahren wurde der Skiliftverband Sauerland offiziell aufgelöst. Er hatte einst die Aufgabe, Gäste über Schneelage und Angebote zu informieren. Mit der Gründung der Wintersport-Arena 2003 wurde diese Funktion überflüssig. Um dennoch einen fachlichen Austausch sicherzustellen, gründet der Verein nun einen Arbeitskreis Technik, der sich regelmäßig trifft und den Wissenstransfer unter den Liftbetreibern weiterführt.
Aufklärung und Fakten statt Vorurteile
Besonders erfolgreich verlief die Aufklärungskampagne zu Energieverbrauch, Wasserbedarf und Umweltschutz im Wintersport. Mit anschaulichen Fakten und Beispielen räumte die Wintersport-Arena mit gängigen Vorurteilen auf und erhielt dafür viel Zuspruch – nicht nur aus der Region, sondern auch von anderen Skigebieten in Deutschland. Die Kampagne soll im kommenden Winter fortgesetzt werden.
Jugend im Fokus
Ein zentrales Anliegen bleibt die Förderung junger Menschen. So wurden über Zeitungen und Social Media zehn Skitage für Schulklassen verlost – inklusive Tickets, Ausrüstung und Kursen. Aktionen wie „Kids on Ski“ im Skiliftkarussell Winterberg, bei der Kinder im Vorschulalter kostenlos übernachten und Skifahren lernen können, sollen fortgesetzt werden. Spontane Initiativen, wie ermäßigte Angebote für fast 500 Schüler in der Nachsaison, zeigen, wie groß die Nachfrage ist.
Blick über den Tellerrand – Impulse aus dem Hochschwarzwald
In einem Impulsvortrag verglich Patrick Schreib, Geschäftsführer der Hochschwarzwald Tourismus GmbH, die Entwicklungen seiner Region mit dem Sauerland. Während im Sauerland frühzeitig auf Schneesicherheit und technische Beschneiung gesetzt wurde, legte der Hochschwarzwald den Fokus auf Ganzjahresangebote. Beide Wege zeigen, wie wichtig es ist, die regionale Identität zu bewahren und zugleich wirtschaftlich stabil zu bleiben.
Tourismusakzeptanz als Schlüssel
Ein roter Faden, der sich durch die Mitgliederversammlung zog, war das Thema Tourismusakzeptanz. Die Wintersport-Arena will nicht allein auf Besucherzahlen schauen, sondern auch die Lebensqualität der Einheimischen und die wirtschaftliche Basis der Betriebe sichern. Nur wenn alle Beteiligten von den Angeboten profitieren, kann die Region dauerhaft erfolgreich sein.
Fazit
Mit fast 100 Liftanlagen, über 200 Hektar Pistenfläche und einem 500 Kilometer langen Loipennetz ist die Wintersport-Arena Sauerland schon heute die wichtigste Wintersportregion nördlich der Alpen. Die Mitgliederversammlung hat gezeigt: Sie ist bereit, diesen Spitzenplatz auch in Zukunft zu sichern – durch nachhaltige Konzepte, den Dialog mit der Bevölkerung und die Förderung des Nachwuchses.
Weitere Infos: www.wintersport-arena.de



