Winnetou, Action und große Gefühle: Karl-May-Festspiele starten in die Festspielsaison 2026

Quelle: Elspe Festival GmbH

Filmmusik erfüllt den Raum, langsam verdichtet sich die Spannung. Eine imposante Kulisse fährt aus dem Boden empor und gibt den Blick frei auf Karl May. An einem Schreibtisch sitzend, umgeben von einer hohen Bücherwand, hält er eine Feder in der Hand. In diesem Moment entsteht der Eindruck, als würde die Zeit kurz stillstehen: Der Schriftsteller ist mitten in seiner Arbeit, vertieft in die Welt seiner eigenen Geschichten.

„Man darf doch mal träumen dürfen?“, fragt Karl May zu Beginn des Stücks und öffnet damit die Tür in seine Fantasie. Es ist der Auftakt zu einer Reise, die Realität und Imagination miteinander verschmelzen lässt.

Winnetou I – Häuptling der Apachen

Rund 60 Darsteller, über 40 Pferde und eine rund 100 Meter breite Naturbühne verwandeln das Gelände in Elspe in eine aufwendig inszenierte Westernwelt. Im Mittelpunkt der Handlung steht der Bau einer Eisenbahnlinie durch den Wilden Westen. Eigentlich ist vereinbart, die Strecke am Gebiet der Apachen entlangzuführen. Doch der skrupellose Santer hat andere Pläne. Getrieben von Machtinteressen will er die Trasse direkt durch das Land der Apachen führen lassen.

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Als Santer zusätzlich von Goldvorkommen im Gebiet der Apachen erfährt, kippt die Lage endgültig. Aus wirtschaftlichem Interesse wird rücksichtlose Gier, aus Absprachen werden Intrigen und die Situation eskaliert in einer Spirale aus Verrat und Gewalt. Der Mord an Winnetous Vater Intschu-Tschuna markiert dabei einen tragischen Wendepunkt, der den Konflikt zwischen Apachen und weißen Siedlern an den Rand eines Krieges treibt.

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Mitten in dieser aufgeheizten Situation begegnen sich Winnetou und Old Shatterhand. Was zunächst von Misstrauen und Gegensätzen geprägt ist, entwickelt sich Schritt für Schritt zu gegenseitigem Respekt. Aus der anfänglichen Feindschaft entsteht eine tiefe Verbindung, die über kulturelle Grenzen hinweg wächst und zur legendären Freundschaft wird, die Karl-Mays Werk bis heute prägt.

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Neu im Ensemble: Thomas Koziol in der Rolle als Old-Shatterhand

Neu im Schauspielensemble der Karl-May-Festspiele in Elspe ist in diesem Jahr Thomas Koziol, der die Rolle des Old Shatterhand übernimmt. Für die Freilichtbühne im Sauerland ist der gebürtige Österreicher jedoch kein Unbekannter. Vor rund 30 Jahren besuchte Koziol eine Aufführung in Elspe und war so begeistert, dass er die Karl-May-Festspiele später nach Österreich holte. Dort prägte er die Inszenierungen in seiner Heimat entscheidend mit und stand selbst regelmäßig als Winnetou auf der Bühne.

Quelle: Elspe Festival GmbH

„Der Aufwand, der bei den Karl-May-Festspielen hier in Elspe betrieben wird, ist einfach beispiellos“, so Thomas Koziol. „Die vielen Pferde, die großartigen Schauspieler und das Team hinter den Kulissen, machen diese Inszenierung einfach einzigartig“, ergänzt er. Ein besonderer Publikumsmagnet dürfte der Weißkopfseeadler Millow von der Greifvogelstation Hellenthal werden, der in diesem Jahr Teil der Inszenierung ist.

Bereits vor der Hauptvorstellung erwartet die Besucher ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Straßentheater, Musik und Showeinlagen. Das Festivalgelände öffnet in der Regel ab 10 Uhr (an Tagen mit Nachmittags- und Abendvorstellung bereits ab 9 Uhr). Shows, Stunts und Live-Musik stimmen die Gäste im Laufe des Tages auf die Hauptinszenierung ein. Bei Abendveranstaltungen ist der Einlass ab 16:45 Uhr, das Rahmenprogramm beginnt dann ab 17:15 Uhr.

Auch kulinarisch wird einiges geboten. Wer seinen Besuch planen möchte, kann bereits bei der Ticketbuchung Essens-Arrangements reservieren. In „Mamas Küche“ werden vor der Vorstellung herzhafte, traditionelle Gerichte serviert. Im „Silver Saloon“ stehen unter anderem Schnitzel, Burger, Hähnchenbrustfilet oder große Salate auf der Karte. Bei Vorabbuchung sind Preisvorteile möglich.

Damit verbinden die Karl-May-Festspiele Elspe spannendes Western-Abenteuer, Showprogramm und Gastronomie zu einem abwechslungsreichen Ganztagserlebnis für die ganze Familie.