Quelle: Daniel Tuss
Ein WOLL-Leser sammelt seit Jahren Abfälle rund um Hochheide und Langenberg – und macht auf ein Problem aufmerksam, das eigentlich keines sein müsste.
Es sind keine großen Müllberge. Eine Riegelverpackung am Wegesrand, ein ausgetrunkenes Trinkpäckchen auf einer Bank, benutzte Taschentücher im Gras. Kleinigkeiten vielleicht. Aber Kleinigkeiten, die in einer Landschaft, die Menschen gerade wegen ihrer Schönheit und Natürlichkeit besuchen, nichts verloren haben.
WOLL-Leser Daniel Tuss ist seit rund sechs Jahren regelmäßig im Bereich Hochheide und Langenberg unterwegs. Mehrmals im Jahr sammelt er dort Müll ein, den andere zurückgelassen haben. Mit seiner Kritik hat er sich auch bereits an verschiedene Verantwortliche vor Ort gewandt.
Nun hat er sich an die WOLL-Redaktion gewendet und uns einige Fotos geschickt. Sie zeigen beispielhaft, was er bei seinen Touren immer wieder findet: Verpackungen von Süßigkeiten und Müsliriegeln, Trinkpäckchen, Taschentücher und andere Hinterlassenschaften.
Was man mitbringt, kann man auch wieder mitnehmen
Eigentlich ist die Lösung denkbar einfach: Wer eine volle Verpackung, eine Getränkeflasche oder ein Trinkpäckchen in den Rucksack bekommt, findet dort nach dem Verzehr auch noch Platz für die leere Verpackung. Bis zum nächsten Abfalleimer ist es in aller Regel nicht weit.
Quelle: Daniel TussBesonders ärgerlich ist für Tuss, dass auch die Randbereiche der Hochheide immer wieder als Toilette benutzt werden. Hinzu kommt Hundekot, der am Wegesrand oder sogar mitten auf Wanderwegen liegen bleibt.
Dabei lebt gerade eine Region wie das Sauerland davon, dass Menschen hinausgehen: zum Wandern, Radfahren, Spazierengehen, Naturbeobachten oder einfach, um Ruhe und Landschaft zu genießen. Die Natur ist dabei keine Kulisse, die nach dem Besuch von anderen aufgeräumt wird.
Ein kleiner Appell mit großer Wirkung
Deshalb greifen wir den Hinweis unseres Lesers gerne auf. Nicht, um mit dem Finger auf bestimmte Gruppen zu zeigen. Und auch nicht, um die Freude an unseren Wanderwegen, Wäldern und Naturlandschaften zu schmälern.
Im Gegenteil.
Wer das Sauerland liebt, sollte es auch so hinterlassen, wie er es selbst gerne vorfinden möchte.
Quelle: Daniel TussNehmt Verpackungen wieder mit. Benutzt vorhandene Toiletten. Lasst Hundekot nicht auf Wegen oder in der Landschaft liegen. Und wenn unterwegs einmal ein Stück Müll herumliegt, das nicht von euch stammt: Vielleicht passt es trotzdem noch in den eigenen Müllbeutel.
Daniel Tuss macht das seit Jahren.
Eigentlich wäre es schön, wenn Menschen wie er irgendwann nichts mehr einzusammeln hätten.
Fotos: Daniel Tuss
Quelle: Daniel Tuss


