Wenn das Sauerland olympisch wird

Hannah Neise

Quelle: WOLL-Verlag

Laura Nolte, Jacqueline Pfeifer, Hannah Neise und Anschieber Matthias Sommer stehen für Medaillen, Top-Platzierungen und höchste Präzision im Eiskanal. Im Februar schrieben sie ein starkes Kapitel Sauerländer Olympia-Wintersportgeschichte.

Im Eiskanal von Cortina d’Ampezzo haben die Athletinnen und Athleten aus dem Sauerland bei den Olympischen Winterspielen 2026 starke Ausrufezeichen gesetzt: allen voran die Bobpilotin Laura Nolte. Nach einem echten Krimi im Monobob holte Nolte Silber: Nur vier Hundertstelsekunden trennten sie nach vier Läufen von Gold. Wenige Tage später setzte sie noch einen drauf und fuhr im Zweierbob erneut zu olympischem Gold. Mit diesem Triumph zementierte sie ihren Status als Leitfigur des deutschen Frauen-Bobs.

Auch im Skeleton sorgte das deutsche Team für Schlagzeilen. Hannah Neise (BSC Winterberg) verpasste eine Medaille knapp und wurde Vierte – „der undankbarste Platz“, sportlich aber ein Beleg für Konstanz auf höchstem Niveau. Im gleichen Wettbewerb gewann Jacqueline „Jacka“ Pfeifer die Bronze-Medaille.

Aus Winterberger Sicht ebenfalls erfreulich: Matthias Sommer gewann als Anschieber im Viererbob von Francesco Friedrich Silber. Im Duell der deutschen Top-Teams musste sich Friedrich nur dem Olympiasieger Johannes Lochner geschlagen geben. Sommer stand damit am letzten Olympiatag auf dem Podest.

Hinter den Erfolgen der deutschen Bobfahrerinnen und -fahrer steht ein Name, der selten im Rampenlicht steht: Cheftrainer René Spies, der die deutschen Bob-Ergebnisse sportlich verantwortet und das Team über Jahre auf diese Olympia-Bahn vorbereitet hat.