Vorneweg fahren – das Sauerland tritt international in die Pedale

Quelle: REMBE radnet

REMBE rad-net startet mit Wucht ins Jahr 2026

Es ist dieser Moment, wenn sich alles bündelt: Erfahrung, Wille, Teamgeist. Wenn aus Training Wirklichkeit wird. Wenn aus einem Plan eine Geschichte entsteht. Für das Sauerländer Radteam REMBE rad-net hat das Jahr 2026 genau so begonnen – kraftvoll, international und mit klarer Handschrift.

Erfahrung trifft Aufbruch

Schon auf der Bahn setzt einer ein Ausrufezeichen, der den Radsport längst geprägt hat: Roger Kluge. Mit 40 Jahren fährt er nicht hinterher – er fährt vorneweg. Dreimal Gold in der Madison bei Europameisterschaften und Weltcups, dazu Bronze im Omnium. „Ich habe noch Ziele“, lässt sich Kluge sinngemäß verstehen. Und das spürt man. Der Blick geht längst Richtung Olympia 2028 in Los Angeles.

Doch es ist nicht nur die Erfahrung, die dieses Team trägt. Es ist die Mischung.

Auf Mallorca kommen Männer- und Frauenteam erstmals zusammen. Trainingskilometer, Gespräche, gemeinsames Arbeiten – das Fundament einer Saison. Und gleich dort folgen die ersten Siege: Jermaine Zemke und Leon Arenz holen sich frühe Erfolge auf der Straße. „Das war wichtig für den Kopf“, könnte man sagen. Denn wer früh gewinnt, fährt anders weiter.

Währenddessen zeigt das Frauenteam, dass es nicht nur dabei ist, sondern mitgestaltet. Ein mutiger, offensiver Auftritt bei den belgischen Klassikern, dazu Siege durch Franziska Brauße und Karoline Goldschmidt in Deutschland. Ein Auftakt, der nicht leise ist. Sondern selbstbewusst.

Mut, Tempo und neue Namen

Dann Afrika. Tour du Rwanda. Eine Bühne, auf der sich junge Fahrer mit der Weltelite messen. Und mittendrin: Jermaine Zemke. Sein Etappensieg ist mehr als ein Erfolg – er ist ein Signal. Der erste deutsche Profisieg eines Jahrgangs nach 2003. „Das zeigt, was möglich ist“, so könnte die Botschaft lauten. Johannes Adamietz fährt zudem auf Platz zwei der Gesamtwertung, Miguel Heidemann sichert sich das Bergtrikot. Ein Dreiklang, der Wirkung zeigt.

Auch in der Türkei bleibt das Team präsent. Bei der Tour of Antalya fahren Adamietz und der U23-Nationalmeister Mauro Brenner in die Top Ten. Keine Schlagzeile vielleicht – aber ein klares Zeichen von Konstanz.

In Spanien, bei der Vuelta Asturias, wird wieder angegriffen. Heidemann holt das Bergtrikot, fährt auf Platz zwei einer Etappe. Zemke ergänzt mit einem Podiumsplatz. Es ist dieser Stil, der auffällt: offensiv, mutig, sichtbar.

Und dann sind da noch die Jungen. Pepe Albrecht und Paul Petry, beide Jahrgang 2006. Zwei Rennen in der Rad-Bundesliga, zwei Siege. Gegen erfahrene Konkurrenz. „Da wächst etwas nach“, würde man im Sauerland sagen. Und das stimmt.

Was bleibt nach diesem ersten Quartal? Ein Team, das sich nicht versteckt. Das seine Chancen sucht – und nutzt. Das Erfahrung und Jugend verbindet. Und das zeigt, dass der Radsport im Sauerland mehr ist als Tradition: Er ist Gegenwart. Und Zukunft.

Oder, um es auf den Punkt zu bringen:
REMBE rad-net fährt nicht nur Rennen. Dieses Team fährt voraus.