Vitamin B12: im Zweifelsfall supplementieren

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Der aus acht Vitaminen bestehende Vitamin-B-Komplex (B1, B2, B3, B5, B6, B7, B9, B12) ist lebensnotwendig und wird über die Nahrung aufgenommen. Bekannt ist vor allem das Vitamin B12, das als Nervenvitamin Berühmtheit erlangt hat. Es ist aber auch für andere Vorgänge im Körper verantwortlich. Daher sollte ein B12-Mangel unbedingt vermieden werden. Bei erhöhtem Bedarf kann der Stoff über ein Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden.

Abwechslungsreich essen

In der Regel besitzen wir mehr als genug Vitamin B12 im Körper, die Depots sind durch eine abwechslungsreiche Mischkost bestens gefüllt. Das gilt vor allem für Menschen, die tierische Produkte wie das Fleisch der Sauerländer Hochlandrinder zu sich nehmen. Vegetarier dagegen sollten vor allem in Schwangerschaft und Stillzeit, wenn der Bedarf deutlich erhöht ist, auf ihren Spiegel achten und ihn regelmäßig vom Arzt untersuchen lassen. Hier kann ein Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden, wenn die Ernährung Mutter und Kind nicht ausreichend versorgt. Wichtig zu wissen: Besitzt die Mutter bereits ein Defizit, tritt dies auch bei ihrem Kind auf. Bei Veganern wird es aufgrund der besonderen Ernährung mit der Vitamin-B12-Zufuhr kritisch, hier ist ein Supplement in Form von Kapseln oder Tabletten empfehlenswert. Doch auch durch Fehlernährung in der Mischkost können Mangelzustände auftreten.

Mögliche Symptome

Ein Vitamin-B12-Mangel macht sich aufgrund des normalerweise hohen Körperdepots erst nach Monaten oder Jahren bemerkbar. Die Symptome Vitamin B12 Mangel sind vielfältig: Dazu gehören Müdigkeit und blasse Haut, Anämie (Blutarmut) und Depression sowie Verdauungsprobleme. Auch Konzentrationsstörungen und Einrisse an den Mundwinkeln treten auf. Selbstverständlich gibt es andere Umstände oder Krankheiten, die mit ähnlichen Symptomen einhergehen. Mit verschiedenen Tests kann der Arzt jedoch feststellen, ob ein B12-Mangel besteht, und gegebenenfalls zur Einnahme eines hochwertigen Nahrungsergänzungsmittels raten.

Ursachen für einen Mangel

Wer sich daher im schönen Sauerland ausgewogen und mit einer optimalen Mischkost mit Fleisch und weiteren Tierprodukten ernährt, läuft weniger Gefahr, dass das Depot des Vitamins B12 schrumpft. Doch können weitere Gründe verantwortlich dafür sein, dass sich das Vitamin-B12-Depot des Körpers leert, weil es nicht mehr ausreichend aufgestockt wird. Hierzu gehören Veränderungen im Magen-Darm-Bereich, beispielsweise durch eine Operation, die die Aufnahmefähigkeit des Verdauungstraktes für das Vitamin einschränkt. Auch entzündliche Darmerkrankungen wie Zöliakie, Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa mit ihren Folgeerkrankungen gehören dazu. In all diesen Fällen müssen die Ursachen und/oder der Mangel ärztlich behandelt werden. Als Hilfe gibt es beispielsweise am Klinikum Hochsauerland eine Ernährungsberatung zu den unterschiedlichsten Symptomen und Krankheiten, so unter anderem zu einer Glutenunverträglichkeit aufgrund von Zöliakie.

Einnahme ärztlich abklären

Es ist wahrscheinlich nicht möglich, mit der Einnahme eines Supplements eine Überdosierung im Körper zu erreichen. Da das Vitamin wasserlöslich ist, wird es über den Urin ausgeschieden, sobald Sie zu viel davon aufgenommen haben. Trotzdem sollten Sie vorsichtig agieren, bevor Sie regelmäßig eine Tablette oder Kapsel einnehmen. Am besten entscheidet darüber ein Arzt. Der HSK (Hochsauerlandkreis) ist im Durchschnitt mit Ärzten recht gut ausgestattet. Es sollte also möglich sein, einen Arzt zu finden, der sich mit dem Thema auskennt. Viele Hausärzte gehören dazu, aber es gibt je nach Krankheit natürlich auch Spezialisten. Auf dem Markt werden sogar sehr einfache Hilfen für den Alltag angeboten, die der Arzt befürworten kann, wenn er sie für angemessen hält. Dazu gehören Zahncremes mit einem Vitamin-B12-Zusatz, die zusätzlich und auf einfache Weise das Depot im Körper unterstützen.

Fazit

Ein Vitamin-B12-Mangel macht sich erst nach Monaten oder Jahren bemerkbar. Für eine schnelle Abhilfe stehen hochwertige Nahrungsergänzungsmittel zur Verfügung. Außerdem sollte eine ausgewogene Ernährung stattfinden, die genügend Vitamin B12 beinhaltet. Das ist im Sauerland mit seinen deftigen Spezialitäten wie dem leckeren Kartoffelteig mit Fleisch, der Potthucke genannt wird, aber auch mit dem typischen Käse und dem gesunden, dunklen Brot Pumpernickel nicht allzu schwierig. Voraussetzung ist der regelmäßige, aber nicht übermäßige Verzehr und die Vielseitigkeit der Ernährung.

Vegetarier und Veganer sollten sich dagegen regelmäßig auf einen eventuellen Mangel an Vitamin B12 untersuchen lassen. Auch ältere Menschen, die meist zu wenig essen (und trinken), leiden häufig an einem generellen Vitamin- und Mineralstoffmangel. Zudem bewegen sie sich zu wenig. Daher sind sie oft müde und kraftlos. In diesen Fällen sowie bei einer schlechteren Aufnahme des Vitamins durch bestimmte Krankheiten und Medikamente sollte mit einem Supplement Abhilfe geschaffen werden.