Quelle: Sozialwerk St. Georg e. V.
Die eingesetzten Klienten sind in unterschiedlichen Einrichtungen tätig und werden je nach Bedarf tageweise oder auch kontinuierlich über die Woche hinweg eingesetzt. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Betreuung und Begleitung von Seniorinnen und Senioren im Alltag. Dazu gehören unter anderem gemeinsame Spaziergänge, das Spielen von Gesellschaftsspielen sowie Gespräche, die den sozialen Austausch fördern und zur Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner beitragen.
Darüber hinaus übernehmen die Klienten hauswirtschaftliche Tätigkeiten wie Kochen und Backen. Auch in der Küche unterstützen sie das Fachpersonal, beispielsweise bei der Vorbereitung von Mahlzeiten oder beim Spülen des Geschirrs. Durch ihren Einsatz entlasten die Beschäftigten die Fachkräfte spürbar und schaffen gleichzeitig mehr Raum für individuelle Zuwendung gegenüber den Seniorinnen und Senioren. Das Projekt trägt somit sowohl zur Verbesserung der Betreuungsqualität als auch zur Stärkung der personellen Ressourcen in den Einrichtungen bei.
Gleichzeitig zeigt das Projekt auch den gesellschaftlichen Mehrwert und die aktuelle Diskussion rund um Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM): Einerseits ermöglichen Einrichtungen wie die Lenne-Werkstatt verlässliche Strukturen, Teilhabe und sinnstiftende Beschäftigung. Andererseits wird zunehmend kritisch hinterfragt, inwieweit WfbMs ausreichend Übergänge in den allgemeinen Arbeitsmarkt fördern und ob die Rahmenbedingungen – insbesondere die Entlohnung – den Anforderungen an eine inklusive Gesellschaft gerecht werden. Projekte wie dieses verdeutlichen, dass inklusive Beschäftigung außerhalb klassischer Werkstattstrukturen gelingen kann und liefern wichtige Impulse für eine Weiterentwicklung hin zu noch mehr gesellschaftlicher Teilhabe.



