Und Oma wohnt nebenan

Quelle: WOLL Magazin

In „Und Oma wohnt nebenan“ gelingt der Autorin Gabriele Wartberg-Friedrichs ein eindrucksvoller autobiographischer Roman, der den Familienzusammenhalt einer Familie durch mehrere Generationen hinweg zeigt. In diesem bewegenden Roman begleitet der Leser eine Familie in der unmittelbaren Nachkriegszeit. Trotz Entbehrungen, persönlichen Verlusten und politischem Druck hält die Familie zusammen – ein Portrait von Widerstandskraft und menschlicher Solidarität.

Das Buch beginnt im Jahr 1951 in Leipzig, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg mit ihrer Geburt und geht dann einen Schritt zurück in die Vergangenheit. Hier wird das Leben der Eltern unter die Lupe genommen. Auch ihr Kennenlernen, das ihnen ein Stück Heimat wiedergibt, wird beschrieben. Auch auf das Leben der Großeltern wird geschaut, welches immer wieder vor Herausforderungen gestellt wird.

Die Autorin schafft es, mit ihren Erzählungen den Leser in die Vergangenheit zu versetzen, sodass er sich die Lebensumstände der Familie genau vorzustellen vermag und Teil eben dieser Geschichte wird. Vor allem Oma Czerner und Mutter Lydia werden im Buch als starke Frauen vorgestellt. Das Buch gliedert sich in drei Teile: frühe Jahre, erste außerhäusliche Erziehung und Opa, die alle besondere Abschnitte der Geschichte beschreiben.

Ein lesenswertes Buch für alle, die autobiographische Romane schätzen und die Familienzusammenhalt an oberste Stelle setzen.

Gabriele Wartberg-Friedrichs
Und Oma wohnt nebenan
WOLL-Verlag, ISBN: 978-3-912023-01-5, 14,90 Euro