
Rund 30.000 Besucherinnen und Besucher zieht das Schutzgebiet der Bruchhauser Steine jährlich an – Tendenz leicht steigend. Damit zählen die markanten Felsen im Hochsauerland zu den beliebtesten Natur- und Kulturzielen der Region. Beim heutigen Stiftungsempfang im Schloß Bruchhausen stellte Stiftungspräsidentin Nadja de Pierpont-Freifrau von Fürstenberg die Arbeit und aktuelle Projekte vor und gab zugleich einen spannenden Ausblick auf neue Entwicklungen.

Ein wichtiger Meilenstein im vergangenen Jahr war die Modernisierung des Infocenters. Die Außenhülle wurde erneuert, die Infrastruktur verbessert und der Zugang barrierefrei gestaltet. Besucherinnen und Besucher erhalten dort nun noch komfortabler Informationen über das Gebiet, seine Besonderheiten und die vielfältigen Angebote. Auch als außerschulischer Lernort spielen die Bruchhauser Steine eine immer größere Rolle: Schulklassen nutzen Themenwege, Führungen und digitale Formate wie die „BIPARCUR“-Schnitzeljagd, um Natur, Geologie und Geschichte interaktiv zu entdecken.
Themenwege, Führungen und digitale Formate
Zu den Höhepunkten zählten zudem der gut besuchte Familientag mit Falknerei und Bastelaktionen sowie die traditionelle Fackelwanderung zum Jahresende. Die Angebote richten sich bewusst an ein breites Publikum – von Naturfreunden über Familien bis hin zu neugierigen Entdeckern.
Quelle: Stiftung Bruchhauser SteineFür 2026 steht vor allem die Weiterentwicklung der Ausstellung im Fokus. Neue archäologische Funde der LWL-Archäologie werden derzeit für das Infocenter aufbereitet. In neue Vitrinen integriert und didaktisch neu erklärt, sollen sie die Geschichte des Ortes noch anschaulicher vermitteln. Rund 15.000 Euro investiert die Stiftung in diese Modernisierung. Ergänzt wird dies durch eine verbesserte Beschilderung vom Ort bis hinauf zum Infocenter.
Prähistorischer Quarzabbau
Besonders spannend sind die jüngsten wissenschaftlichen Entdeckungen: Auf dem Feldstein wurden zwei eisenzeitliche Tüllenbeile gefunden – offenbar bewusst niedergelegt, möglicherweise als Teil eines rituellen Aktes. Auch Spuren eines prähistorischen Quarzabbaus deuten auf kultische Handlungen hin, wie sie sonst nur aus wenigen Regionen Europas bekannt sind. Diese Funde geben den Bruchhauser Steinen eine neue Bedeutung als außergewöhnlichem archäologischen Ort.
Seit fünf Jahren ist die Stiftung zudem Einsatzstelle für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ). Junge Menschen engagieren sich hier für Naturschutz, Umweltbildung und Besucherbetreuung – ein Angebot, das weiter ausgebaut werden soll.
Die Stiftung Bruchhauser Steine verbindet damit auf besondere Weise Naturschutz, Bildung und Forschung. Sie bewahrt nicht nur eine der eindrucksvollsten Landschaften des Sauerlands, sondern macht sie zugleich erlebbar – für heutige Besucher und kommende Generationen.
Quelle: Stiftung Bruchhauser STeine


