
Franz-Josef Kemper restauriert die Wahrzeichen des Oberkirchener Traditionsgasthofes
Wappen gehören zu einem Haus mit fast schon 600-jähriger Geschichte. Der Gasthof Schütte, gelegen an der alten, europäischen Hauptverkehrsroute „Heidenstraße“, ist in der 19. Generation in Familienbesitz. Im Laufe der Jahrhunderte ist ein Wappen entstanden, das auf den Ursprung des Familiennamens verweist. In der Zeit vor Erfindung der Feuerwaffen war die Armbrust das Wahrzeichen des Schützen. Auf diesen Beruf führt die Familie Schütte den Ursprung des Familiennamens zurück.
Unter dem First des Gasthof-Stammhauses hängt das alte, hölzerne Wappenschild mit der Armbrust. Gelegentlich braucht es frische Farbe, ebenso wie der geschnitzte Schriftzug „Anton Schütte.“ über der Gasthoftür und das Hotelschild vor der Rezeption. Der Restaurator und Kirchenmaler Franz-Josef Kemper aus Oberkirchen hat in den letzten Monaten diese Aufgabe umgesetzt.

Statt einfacher Goldfarbe hat Kemper echtes Blattgold in der mühevollen Detailarbeit des Vergoldens Millimeter für Millimeter von Hand aufgetragen. Auch die übrigen Farben – Blau und Rot – hat er mit großem Bedacht exakt in einem speziellen Ton abgemischt. Die Farben entsprechen genau den Tönen, in denen in der Barockzeit das Gewand der Mutter Gottes dargestellt wurde. Für Kenner unterstreicht diese Farbgestaltung nun die enge Beziehung des Hauses Schütte zur christlichen Tradition des Sauerlandes.



