Quelle: Luc Vlaeymans
Ausstellungseröffnung und Vortrag in der Pilgerkirche St. Erasmus
Bereits am frühen Nachmittag stimmte eine rund fünf Kilometer lange Wanderung vom Kahlen Asten zum Seelenort Gerkenstein auf die Veranstaltung ein. Gemeinsam mit Erzählpate Meinolf Pape begaben sich die Teilnehmenden auf eine Spurensuche in der Natur, verbunden mit persönlichen Impulsen und Geschichten rund um die besondere Bedeutung.
Im Mittelpunkt der anschließenden Ausstellungseröffnung stand dann die Frage, was Seelenorte im Innersten bewegen können. In seinem Vortrag „Wenn Natur zur Seele spricht: Ehrfurcht, Dankbarkeit und Wohlbefinden an Seelenorten“ erläuterte Prof. Dr. Büssing von der Universität Witten/Herdecke dabei die wissenschaftliche Perspektive auf Naturerfahrungen. Er zeigte auf, wie Orte in der Landschaft Gefühle von Verbundenheit, Achtsamkeit und innerer Ruhe fördern können und welche Wirkung diese Erfahrungen auf das persönliche Wohlbefinden haben. Auch Winterbergs Bürgermeister Michael Beckmann und sein Stellvertreter Ernst Welticke zeigten sich begeistert von den Sauerland-Seelenorten und der visuellen Umsetzung als Ausstellung.
„Die Sauerland-Seelenorte stehen für eine besondere Qualität des Erlebens. Sie laden dazu ein, innezuhalten und die Natur mit allen Sinnen wahrzunehmen“, betont Sabine Risse vom Sauerland-Tourismus. „Dass wir dieses Thema heute im Rahmen des Spirituellen Sommers mit Kunst und Wissenschaft verbinden konnten, ist eine große Bereicherung.“
Quelle: Luc VlaeymansDie Künstlerin Marlies Strübbe-Tewes gewährte in einem persönlichen Statement Einblicke in ihre Arbeit und die Entstehung der Ausstellung. Ihre Werke verbinden lyrische Texte mit ausdrucksstarken Mandalas zu einer emotionalen Gesamtschau. Dabei geht es weniger um die konkrete Abbildung eines Ortes als vielmehr um die inneren Resonanzen, die beim Erleben entstehen. Die Ausstellung versteht sich bewusst auch als Raum für Austausch, Gedanken und Begegnungen.
Mit der gelungenen Kombination aus Wanderung, wissenschaftlichem Impuls und künstlerischer Interpretation wurde deutlich, wie vielfältig das Projekt der Sauerland-Seelenorte ist. Es verbindet Naturtourismus mit Achtsamkeit, Kultur sowie persönlicher Erfahrung und schafft dadurch neue Zugänge zur Landschaft des Sauerlandes.



