Raum für Ideen, Raum für Mut

Quelle: jugendkunstschule SAM

Drei Städte planen eine interkommunale Jugendkunstschule – vernetzt und nah an den jungen Menschen

In Meschede, Arnsberg und Sundern wächst eine Vision: Eine interkommunale Jugendkunstschule soll künftig die kulturelle Bildungslandschaft stärken und jungen Menschen neue kreative Freiräume eröffnen. Geplant ist, dass es in jeder der drei Kommunen feste Orte für künstlerische Angebote gibt, ergänzt durch weitere temporäre oder dezentrale Orte – etwa Ateliers, Jugendtreffs, Büchereien oder Werkstätten von Künstlerinnen und Künstlern, die zu Lern- und Experimentierorten werden.

Das Projekt befindet sich gerade im Aufbau und soll in den kommenden Monaten und Jahren nach und nach entstehen. Gemeinsam mit der Jugendhilfe wollen die Städte Kinder und Jugendliche unabhängig von Schulnoten und Leistungsdruck künstlerisch fördern und interessierte Mitwirkende einladen, sich aktiv einzubringen. Ziel ist, vorhandene Potenziale sichtbar zu machen, zu vernetzen und kreative Prozesse gemeinsam zu gestalten.

Vielfältig und auf Augenhöhe
Geplant ist ein breit gefächertes Angebot – von Malerei und plastischem Gestalten über Fotografie, Tanz und Theater bis hin zu Literaturprojekten. Der Schwerpunkt liegt auf außerschulischen Formaten, langfristig sind jedoch auch Kooperationen denkbar. Entscheidend ist dabei ein pädagogisches Konzept, das auf Teilhabe und Mitgestaltung setzt: Kinder und Jugendliche sollen ihre Interessen einbringen und kreative Prozesse aktiv mitgestalten.

Begleitet wird die Gründungsphase von der erfahrenen Jugendkunstschule kunsthaus alte mühle e.V. unter der Leitung von Beate Herrmann. Die Einrichtung bringt ihre Expertise aus Schmallenberg ein und unterstützt beim Aufbau tragfähiger Strukturen. Ziel ist ein gemeinsames Programm kultureller Bildung, das sich an den Qualitätskriterien der Landesarbeitsgemeinschaft Kulturpädagogische Dienste/ Jugendkunstschulen NRW e.V. orientiert.

Kultur als Gemeinschaftsaufgabe
Die neue Jugendkunstschule soll langfristig unter einer gemeinsamen Dachmarke arbeiten und als fest verankertes Modell bestehen. Finanziert wird das Vorhaben für zunächst drei Jahre durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Regionales Kultur Programm NRW. Die beteiligten Städte tragen einen Eigenanteil und unterstreichen damit die Bedeutung kultureller Bildung für ihre Region.

Warum dieser Schritt? Weil kulturelle Bildung mehr ist als Freizeitgestaltung. Sie stärkt Selbstbewusstsein, Ausdrucksfähigkeit und soziale Kompetenzen. Sie schafft Räume für Dialog und Vielfalt. Und sie gibt jungen Menschen die Möglichkeit, ihre eigene Stimme zu finden – kreativ, selbstbestimmt und gemeinsam mit anderen. (sn)