Olympia-Empfang am Samstag in Winterberg

Winterberg. (asb) Es ist noch gar nicht so lange her, da standen strahlende Olympiasiegerinnen und -sieger im medialen Fokus. Nun, nur wenige Tage nach den Olympischen Winterspielen in Peking, prägen die schrecklichen Bilder des Ukraine-Krieges das Weltgeschehen. Auch der Sport rückt da in den Hintergrund. Allerdings nicht ganz, denn immer wieder zeigen Sportereignisse egal welcher Größe, dass sie Völker und Menschen im fairen Wettkampf miteinander vereinen und gegenseitige Wertschätzung fördern können. Dies gilt auch für die jüngsten Winterspiele in China, bei denen insbesondere die Athletinnen und Athleten des BSC Winterberg großartige Erfolge im Eiskanal feiern durften. Die heimischen Medaillengewinnerinnen und -gewinner werden nun am 12. März um 15:00 Uhr in Winterberg zunächst öffentlich im Aktiv- und Vitalpark Winterberg empfangen. Anschließend findet eine den aktuellen Kriegs-Geschehnissen angemessene Feier mit geladenen Gästen und Medienvertretern im Oversum statt.

Zweimal Gold, einmal Silber und Bronze

Das Organisationskomitee unter Federführung des Bob- und Schlittensportclubs Sauerland Winterberg und der Stadt Winterberg tagt seit Beendigung der Spiele regelmäßig und hat seine Vorbereitungen weitgehend abgeschlossen. Ganz Winterberg und das Sauerland wollen zwei Goldmedaillen von Hannah Neise im Skeleton und von Laura Nolte mit Deborah Levi im Zweierbob der Frauen bejubeln. Außerdem freuen sich alle Bob- und Schlittensportfans über eine weitere Silbermedaille im Viererbob von Christopher Weber und eine Bronzemedaille im Zweierbob von Matthias Sommer. Alle Medaillengewinner gehören dem BSC Winterberg an. Weitere Spitzenplatzierungen mit zwei vierten (Laura Nolte im Monobob und Matthias Sommer im Viererbob) sowie zwei achten Plätzen von Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland) und Alexander Gassner (BSC Winterberg) im Skeleton sollen am 12. März gewürdigt werden. „Wir möchten mit diesem Empfang natürlich unseren erfolgreichen Spitzenathletinnen und -athleten sowie den Trainern und Funktionären herzlich gratulieren. Wir möchten aber auch ein Zeichen setzen, in dem wir verdeutlichen, dass der Sport immer ein wichtiger Teil des Weltfriedens ist und er dabei helfen kann, Gräben zuzuschütten und Konflikte zu überwinden. Wir alle verurteilen diesen grausamen Krieg und möchten deshalb ganz bewusst ein Signal für Menschlichkeit und Respekt senden“, so Winterbergs Bürgermeister Michael Beckmann.

Um 15 Uhr ist ein öffentlicher Empfang im neu gestalteten Aktiv- und Vitalpark von Winterberg geplant. Das Programm beginnt mit einer kurzen Talkrunde und den „Olympiateilnehmern von morgen“. Moderator Paul Senske wird die Rennrodler Robin Geueke, David Gamm, Cheyenne Rosenthal (alle BSC Winterberg) und Skeletoni Felix Seibel (BRC Hallenberg) befragen, wie sie sich ihren Weg nach Olympia 2026 vorstellen. Danach ziehen die Olympioniken 2022 unter musikalischer Begleitung des Musikvereins Züschen in den Kurpark ein und werden auf der eigens im Kurpark errichteten Bühne von Bürgermeister Michael Beckmann, Landrat Dr. Karl Schneider und dem Interimsvorsitzenden des BSC Winterberg Werner Adam begrüßt.

Blasmusik und Talk

Es schließen sich mehrere kurzweilige Talkrunden an, in denen die Olympioniken im Mittelpunkt stehen werden. Hierzu gehören auch Chef-Bundestrainer Bob René Spies, Techniktrainer Skeleton Wolfram Schweizer und Mannschaftsarzt Dr. Martin Nieswand. Prominente Gratulanten haben ihren Besuch angesagt, u.a. der Präsident des Landessportbundes NRW Stefan Klett, der Vorsitzende der Sportstiftung NRW Dr. Ingo Wolf, der als früherer für den Sport zuständige Innenminister des Landes vielen noch bekannt ist, und der Präsident des NWBSV Winfried Stork. Der Bürgermeister der Nachbarstadt Olsberg Wolfgang Fischer und der stellv. Bürgermeister von Schmallenberg Dietmar Albers werden zugegen sein, da mit Jacqueline Lölling und Hannah Neise zwei Sportlerinnen zu ihren Stadtgebieten gehören.

Krieg in der Ukraine beeinflusst Olympiaempfang

Eigentlich war ein fröhliches und buntes Fest geplant. Der Krieg in der Ukraine überschattet allerdings die Vorbereitungen. Deshalb, so das Organisationskomitee, steht der Olympiaempfang grundsätzlich unter dem Vorbehalt der weiteren Entwicklung in der Ukraine. Schon jetzt ist entschieden, dass die „Olympiaparty“, die im Anschluss an den Empfang in der Stadthalle Oversum geplant war, angesichts der schrecklichen Ereignisse in der Ukraine abgesagt ist. Vielmehr wird der Empfang im Oversum im kleinen Rahmen mit geladenen Gästen sowie Medienvertretern, die dort die Möglichkeit für Interviews haben werden, stattfinden. Das OK stellt sich zudem darauf ein, dass das gesamte Programm eventuell noch weiter reduziert und – im Extremfall – der Olympiaempfang auch komplett abgesagt werden könnte. Stand heute wird der Olympiaempfang stattfinden.