
Die Stadt Lennestadt bietet Wanderern viel Abwechslung. Hier verlaufen sonnenbeschienene Wege über Berge, durch Täler und freundliche Fachwerkdörfer mit ihren gepflegten Gärten. Rund um Altenhundem, Elspe und Saalhausen lässt sich die malerische Landschaft in vollen Zügen genießen. Auch kulturell gibt es einiges zu entdecken – zum Beispiel auf dem Kulturweg in Grevenbrück.
Lennestadt verfügt über eine Vielzahl interessanter Wanderwege. Einige davon werden hier vorgestellt:
Veischeder Sonnenpfad
Der Veischeder Sonnenpfad bietet auf 37 Kilometern Wanderspaß vom Feinsten – zwischen Altenhundem und Olpe. Seit 2010 wird dieser Weg von lokalen Gastronomen weiterentwickelt und wurde 2013 aufgrund seiner Wegführung und Infrastruktur als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet.
Wer sportlich ambitioniert ist, schafft die Strecke an einem Tag – sie lässt sich jedoch auch bequem in zwei Etappen mit Übernachtung unterteilen. Das weiße „V“ auf schwarzem Grund dient als offizielle Wegemarkierung und führt sicher über die gesamte Strecke. Alternativ starten markierte Zuwege aus den umliegenden Orten Oberveischede, Apollmicke, Kirchveischede, Bilstein und Bonzel auf den Sonnenpfad.
Der Buscheid ist mit 599 Metern über Normalnull der höchste Punkt des Wanderwegs, der niedrigste liegt in Bonzel auf 280 Metern. Zahlreiche Ruhebänke und Rastplätze entlang des Weges sorgen für Erholung.
Ganz ohne Anspruch ist die Wanderung nicht – doch dafür wird man mit herrlichen Ausblicken auf Fachwerkdörfer, weite Felder, Wiesen und Wälder belohnt. Entlang der abwechslungsreichen Landschaften und Panoramen liegen zudem die Burg Bilstein und der Aussichtsturm „Hohe Bracht“ (584 Meter).
Die Burg Bilstein aus dem 12. Jahrhundert thront auf einem Ausläufer des Rosenbergs. Seit 1927 dient sie als Jugendherberge. Das Hofgelände kann besichtigt werden, wenn das Burgtor geöffnet ist. Die „Hohe Bracht“ bietet mit ihrem 36 Meter hohen Turm einen beeindruckenden Blick über weite Teile des Sauerlands.
Rinsleyfelsen bei Saalhausen
Der Rinsleyfelsen ist eine markante Felsformation in den Saalhauser Bergen nördlich von Saalhausen. Der Hauptfelsen mit Gipfelkreuz liegt auf 559,2 Metern über Normalnull und ist 15 bis 20 Meter hoch. Von dort aus bietet sich ein schöner Ausblick in das weite Lennetal.
Von Saalhausen führt eine knapp sieben Kilometer lange Wandertour durch alten Laubwald zur schroffen Felsklippe. Dabei geht es über den Walderlebnispfad – inklusive kleiner Kletterpassage zum Rinsleyfelsen. Verschiedene Infotafeln und Erlebnisstationen machen den Wald auf dem Weg mit allen Sinnen erfahrbar.
In Saalhausen beginnt auch die 10,4 Kilometer lange Gold-Dorf-Tour Milchenbach. Nach dem Auftakt an der plätschernden Lenne erklimmt die Route die Hänge oberhalb von Saalhausen und eröffnet eindrucksvolle Ausblicke. Danach lädt der Rastplatz am Heiligenborn zur Pause ein, bevor das Golddorf Milchenbach erreicht wird und man ins Lennetal zurückkehrt.
Milchenbach mit rund 185 Einwohnern liegt in einem Tal am Fuße des Härdlers auf etwa 499 Metern Höhe. In einer Urkunde des Hauses Bamenohl wurde das Dorf erstmals am 13. Dezember 1297 erwähnt. Bis 1974 gehörte Milchenbach zur Gemeinde Lenne; am 1. Januar 1975 wurde diese Gemeinde aufgelöst. Lenne kam zur Stadt Schmallenberg, Milchenbach zur Stadt Lennestadt. Barrierefrei genießen lässt sich die Natur auf einem drei Kilometer langen Rundweg mit einzigartigen Landschafts- und Wassererlebnissen im TalVITAL – dem Kneippkurort Saalhausens.
An der Lenne finden Alt und Jung Kneipp- und Kuranlagen, Hängematten, „Lenne-Balkone“ sowie viele Gelegenheiten zum Entspannen, Erholen und Genießen der blühenden Natur. Kinder können sich auf dem Wasserspielplatz am Fluss, beim Bootshaus oder auf den zwei Spielplätzen austoben.

Kulturweg Grevenbrück
Grevenbrück kann auf eine über 875-jährige Geschichte zurückblicken. Mit dem Kulturweg gibt der Ort einen kleinen Einblick in seine Vergangenheit. Dieser Themenweg verläuft entlang historischer Gebäude, vielfältiger Baukultur und geschichtsträchtiger Denkmäler.
Vom Kulturbahnhof aus führt der Weg auf drei unterschiedlich lange Rundwege: 8,4 Kilometer (rotes Wegezeichen), 5,0 Kilometer (grünes Wegezeichen) oder barrierearm 4,6 Kilometer (blaues Wegezeichen). Es geht zu insgesamt 27 historischen Plätzen und Orten. Dort werden die spannenden Geschichten auf zahlreichen Wegtafeln erzählt. Am Ziel kann man gemütlich am Kulturbahnhof einkehren.
Auf der großen Runde kommt man an der Burgruine „Peperburg“ vorbei. Die Burg Gevore, genannt Peperburg, war im 12. Jahrhundert bis Anfang des 13. Jahrhunderts der Sitz der Edelherren von Gevore. Sie waren die Herren und Verwalter eines Grafschaftsbezirks, der sich späteren Quellen zufolge über eine Fläche von ca. 1.100 km² zwischen Ebbegebirgskamm, Kahlen Asten, Homert und Römershagen erstreckte. Die Burg lag sehr günstig auf einer Anhöhe über der Mündung der Veischede in die Lenne und kontrollierte von dort aus drei Fernstraßen.




