Mittelalterliche Wasserbewirtschaftung des Klosters Rumbeck

Wasserbewirtschaftung Kloster Rumbeck

Im Mittelalter war Rumbeck eine Ansiedlung aus vielfältigen handwerklichen Betrieben, die mit dem Prämonstratenser-Kloster als Zentrum im Pacht- und Fronverhältnis standen. Man betrieb eine ausgedehnte Land-, Weide- und Forstwirtschaft sowie Eisenerzverarbeitung unter der durchweg erfolgreichen Leitung eines Propstes, der von den etwa zwanzig in strenger Klausur lebenden Chorfrauen gewählt wurde. Zur Weiterverarbeitung der Erträge sind eine Öl-, eine Korn- und eine Sägemühle überliefert sowie ein Hammerwerk zur Eisenbearbeitung. Die Energie zu deren Antrieb lieferte der Mühlbach, der durch das gleichnamige, romantische Tal heute noch in Richtung Rumbeck plätschert. Da er alleine keine zuverlässige und ausreichende Wasserfließmenge lieferte, entwickelte der Klosterbetrieb eine ausgeklügelte Wasserbewirtschaftung durch wahrscheinlich sieben künstlich angelegte Teiche.

Im oberen Mühlbachtal erkennt man eine deutliche Bodensenke. Diese wurde jedoch nicht vom Bach mit Wasser gefüllt. Es handelt sich hierbei um eine bemerkenswerte Wassergewinnungsanlage, die das Wasser von zahlreichen Quellen in den benachbarten Hängen in künstlichen Rinnen auffing und in einen Sammelkanal leitete, der es dann in den Teich fließen ließ. Dieses System kann heute nachweislich noch funktionieren und ist inzwischen Bodendenkmal. Nur noch eine zweite derartige Anlage ist in Deutschland im Kloster Maulbronn bekannt, die größer ist, aber nicht mehr funktioniert.

Die Wassergewinnungsanlage bildete mit sechs weiteren Teichen, die vom Mühlbach versorgt wurden, einen strangförmigen Wasserfluss. Ihre Abschlussdämme hatten verschließbare Abflussvorrichtungen, die es ermöglichten, durch Öffnen oder Schließen die Wasserflussmenge so zu regulieren, dass die Mühlen mit einem kontinuierlichen und gleichmäßigen Wasserfluss versorgt werden konnten. Der Wasserstrom von vier Teichen trieb die Korn- und die Sägemühle an, die am Ortsrand nebeneinanderliegend wohl ein gemeinsames Mühlrad hatten. Der Förderverein „Dorf und Kloster Rumbeck“ hat dieses funktionsfähig am noch bestehenden Haus der Kornmühle rekonstruiert. Von der Sägemühle existiert nichts mehr.

Nachdem der Mühlbach den Ort durchquert hatte, speiste er zwei weitere Teiche, die den Zufluss zur Ölmühle und zum Eisenhammer regulierten. Während die Ölmühle nicht mehr vorhanden ist, sind vom Eisenhammer, der teilweise auch von der Ruhr angetrieben wurde, noch Relikte übrig, die heute der Stromerzeugung dienen. Abgesehen von der Wassergewinnungsanlage sind von den damaligen Teichen noch zwei am Pfad, der von der Rumbecker Kirche hoch zum Mühlbachtal führt, erhalten.

Noch vorhandene Gebäude des ehemaligen Klosters Rumbeck
Noch vorhandene Gebäude des ehemaligen Klosters Rumbeck

Die Klosterteiche hatten eine zweite Funktion, sie versorgten Kloster und Dorf mit den Erträgen der Fischzucht. Dies war wichtig, weil der Prämonstratenser-Orden seinen Angehörigen nur an wenigen Tagen im Jahr den Verzehr von Fleisch gestattete. Da alles gegessen werden durfte, was aus dem Wasser kam, behaupten böse Zungen, dass man ab und zu ein Schwein durch einen Teich trieb, das, wenn es wieder aus dem Wasser kam, für die Klosterküche sanktioniert war.

Vrouwenklooster Rumbeck
leefde van de natuur
Een bezoek waard is het rond 1190 gebouwde vrouwenklooster bij Rumbeck (zuidelijk van Arnsberg). Dankzij het water van de Mühlenbach kon dit klooster van de natuur leven. Het had een eigen koren-, olie- en zaagmolen en een hamerinstallatie, waarin met behulp van waterkracht ijzer werd bewerkt. Ook een visvijver maakte deel uit van dit klooster. Enkele overblijfselen van deze kloostereconomie vindt de wandelaar op routes door dit gebied die alle starten op de parkeerplaats van dit voormalige klooster aan de Mescheder Straße in Rumbeck (TB).