
154 Kilometer Natur mit Wäldern, Heidelandschaften und weiten Ausblicken. Der Rothaarsteig steht für unvergessliche Wandererlebnisse. Damit der „Weg der Sinne“ jederzeit in bestem Zustand bleibt, sind die Ranger des Landesbetriebs Wald und Holz NRW täglich im Einsatz.
Torben Adler (22) und Lukas Göddecke (29) sind die beiden jüngsten Ranger am Rothaarsteig. „Viele denken, wir laufen einfach nur durch den Wald“, erzählt einer der beiden schmunzelnd. Tatsächlich reicht ihr Aufgabenbereich weit über die Wegpflege hinaus. Die Ranger kontrollieren Schilder und Rastplätze, achten auf den Schutz von Wald, Wildtieren und Pflanzen und begleiten Wandergruppen und Schulklassen auf geführten Touren.
Dabei vermitteln sie ihr Wissen über Natur und Landschaft und stehen den Wandernden mit Rat und Tat zur Seite. „Gerade auf einem 154 Kilometer langen Fernwanderweg gibt es immer etwas zu tun“, sagt Lukas Göddecke. Insgesamt betreuen sechs Ranger den Rothaarsteig. Jeder ist für einen festen Streckenabschnitt verantwortlich und kennt „seinen“ Weg bis ins Detail.
Wandern im Wandel
Unterstützt werden die Ranger von den Försterinnen und Förstern der Region. Eine von ihnen ist Maike Franz, Revierleiterin im Forstbezirk Oberkirchen. Neben ihren Revieraufgaben arbeitet sie eng mit den Rangern zusammen und koordiniert den Schwerpunktbereich Wald, Erholung und Tourismus. Zudem ist sie als Waldpädagogin tätig. „Man schützt, was man kennt“, sagt sie. Mit Angeboten für Kinder und Erwachsene möchte sie Verständnis für den Wald und seine Bedeutung wecken.
Besonders erfreulich: Immer mehr junge Menschen entdecken den Rothaarsteig für sich. „Durch die Nähe zum Ruhrgebiet kommen viele Besucher für einen Kurzurlaub hierher“, sagt Torben Adler. „Wandern hat sein altmodisches Image abgelegt. Trends wie Trailrunning machen die Natur für die junge Generation attraktiv“, ergänzt Lukas Göddecke. Für ihn ist die Hochheide bei Niedersfeld mit weiten Ausblicken auf den Langenberg einer der landschaftlichen Höhepunkte entlang des Rothaarsteigs. Wer einem Ranger auf dem Rothaarsteig begegnet, sollte daher die Gelegenheit nutzen und ihn ansprechen. Dank ihres Einsatzes bleibt der Rothaarsteig auch in Zukunft ein gepflegter Premiumwanderweg.


