Kultur in der Region – Die Kulturelle Vereinigung Schmallenberger Sauerland e.V.

Diogenes Quartett Vanessa Daly

Quelle: Diogenes Quartett

Das kulturelle Leben im Schmallenberger Sauerland blickt auf eine lange und engagierte Tradition zurück. Bereits 1945 wurde, nur wenige Monate nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, das erste Konzert in Schmallenberg organisiert – ein Klavierabend mit Heinz Schüngeler im Kinosaal Habbel. Es folgten Lesungen, Vorträge und Konzerte, die den Grundstein für ein dauerhaftes kulturelles Engagement legten.

In den 1950er Jahren entwickelten sich daraus zwei aktive Organisationen: die Kulturelle Vereinigung Schmallenberg und die Kulturelle Vereinigung Fredeburg/Deutsche Landjugendakademie. Beide prägten das kulturelle Leben in der Region nachhaltig. Ab 1990 kooperierten sie im „Kulturförderkreis Schmallenberg“ gemeinsam mit dem Kunstverein und dem Kammerchor.

Gemeinsam stärker

1994 bündelten die beiden Vereinigungen ihre Kräfte in dem neuen Verein „Kulturelle Vereinigung Schmallenberger Sauerland e.V.“. 20 kulturinteressierte Frauen und Männer aus dem Stadtgebiet Schmallenberg gründeten einen neuen Verein. Das Ziel: ein starkes, vielfältiges Kulturprogramm für die Region zu schaffen. Das kulturelle Angebot basiert dabei seit jeher auf ehrenamtlichem Einsatz. Anders als in Großstädten, wo professionelle Kulturschaffende tätig sind, wird Kultur in Schmallenberg durch Idealismus, Gemeinsinn und Herzblut getragen – ein gesellschaftlicher Wert, der nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.

Die Spielorte der Kulturellen Vereinigung sind vielfältig: Das Musikbildungszentrum Südwestfalen bietet optimale Bedingungen für Kammerkonzerte, die Kulturbühne Habbels – einst der Ort des ersten Konzerts – wurde 2015 wiederbelebt und bietet seit der Renovierung 2018 ein ganz besonderes Ambiente. Der Kreuzgang des Klosters Grafschaft wird für Konzerte ebenfalls regelmäßig genutzt. Als Ersatz für die in die Jahre gekommene Theateraula im Schulzentrum Schmallenberg wurde der Neubau eines Kultur- und Bildungszentrums (KuBiZ) von der Stadt Schmallenberg beschlossen. Ein Gebäude, das für Theateraufführung ganz neue und bessere Möglichkeiten bieten wird.

Kultur verbindet

Auch in der heutigen, oft hektischen und digitalen Welt bleibt Kultur ein wichtiger Ort der Begegnung, des Austauschs und der Reflexion. Sie schafft Verbindungen – über Generationen und Themen hinweg.

Für die anstehende Spielzeit 2025/2026 der Kulturellen Vereinigung erwartet das Publikum wieder ein sorgfältig zusammengestelltes Programm: vier Theater- und Kabarettabende, zwei Kammerkonzerte, das Neujahrskonzert mit der Neuen Philharmonie Westfalen, das beliebte Kreuzgangkonzert sowie Kulturfahrten zu renommierten Bühnen in Nordrhein-Westfalen.

Ein Höhepunkt der kommenden Spielzeit ist die Aufführung der Oper „Widukind“ am 5. September 2025 in der Stadthalle Schmallenberg. Die Oper, ein musikalisches Großprojekt zwischen Klassik, Rock und Pop, ist ein Beitrag zum Jubiläum „1.250 Jahre Westfalen“ und thematisiert die historische Figur des Sachsenführers Widukind. Widukind führte seine Truppen in einen Guerilla-Krieg gegen den Frankenkönig Karl, genannt der Große. Am Ende dieses Duells steht der erste Friedensschluss in der Geschichte Nordeuropas. Die Story aus dem frühen Mittelalter lieferte den Stoff für eine moderne Oper – ein kulturelles Ereignis von besonderem Format.

Weitere Informationen zum Programm der aktuellen Spielzeit finden Interessierte auf der Internetseite www.kulturelle-vereinigung.de.

Möglich wird dies alles nur durch viele engagierte Menschen, den Zuschuss der Stadt Schmallenberg und großzügige Sponsoren. Ein besonderer Dank gilt dem treuen Publikum, das diese kulturelle Arbeit mit Leben füllt.

Philharmonie Orchester HagenQuelle: Martin Steffen