Quelle: Lenninghof
Wenn der Vogel fällt und die Rosen fliegen…
Wer sagt, Schützenfeste gebe es nur auf Dorfplätzen? Am 8. Juli 2025 bewies das Seniorenheim Lenninghof eindrucksvoll das Gegenteil. In der Cafeteria und dem angrenzenden Speisesaal versammelten sich Bewohner und Helfer, um bei „Papp-Aar und Gummipfeil“ ein Fest zu feiern, das Herz und Augen zum Leuchten brachte.
Um 15:30 Uhr ging’s los: Statt Blei und Holzvogel musste ein Papp-Aar dran glauben. Mit einer kinderleicht zu bedienenden Armbrust und weichen Gummipfeilen schossen unsere Senioren auf die imaginären Federn. Ein regelrechtes Wettschießen entbrannte: Wer hat die ruhigste Hand, wer das treffsicherste Auge?
„Plopp – und der Vogel war’s!“
(Gerhard Hennecke, frisch gekürter Schützenkönig)
Mit seinem zielsicheren „Plopp“ holte sich Herr Hennecke die Königswürde – und wählte Meta Mischel zu seiner Königin. Applaus brandete auf, als sie mit strahlenden Gesichtern Seite an Seite standen.
Majestäten-Alarm: Einzug im Marschtempo
Kaum gekrönt, ertönte Trommelwirbel aus dem Park: Das Tambourcorps Bad-Fredeburg rückte mit seinem majestätischen Königspaar Heike und Karl-Theo Hamm aus Berghausen an – ein Gänsehautmoment. Die imposante Musik ließ Erinnerungen an frühere Schützenfestfeiern wach werden.
„Wenn es festlich trommelt, steht die Zeit still.“
(Frau Müller, Pflegebereich)Tatsächlich riss der Himmel auf, und ein farbenfroher Bunter Zug setzte sich in Bewegung: Rollator an Rollator, Rollstuhl an Rollstuhl, festlich geschmückt mit Luftschlangen und Blumen. Das Blätterdach raschelte leise, als Senioren, Helfer und die Hamm’sche Königsgarde achtungsvolle Schritte durch den Park setzten.
Rosen statt Bonbons
Beim traditionellen Königstanz wirbelten zwar keine Süßigkeiten durch die Luft, dafür aber duftende Rosen. Kleine Sträußchen wurden an alle verteilt, und so mancher bekam Rosenblätter in die Hand gedrückt. Ein schöner Ersatz für Süßkram und ein Zeichen der Wertschätzung:
„Eine Rose für Dich – weil jeder hier ein König ist.“Spätnachmittags duftete es verführerisch nach Bratwurst vom Grill. Kühle Getränke, von Holunderblütensaft bis Fassbrause, löschten Durst und erzählten von Frühsommern in der Jugend. In der Cafeteria wurde dann munter von früheren Schützenfesten erzählt, bei denen der Regen oft härter trommelte als die Trommler oder von ersten Tanzschritten in zarten Teenagerjahren.
Ein Fest, das verbindet
Im Lenninghof zeigte das nun schon zum dritten Mal organisierte Schützenfest einmal mehr: Gemeinschaft kennt kein Alter. Ob junggebliebene 94 oder frischgebackener Bewohner im achten Lebensjahrzehnt – alle lachten, jubelten und fühlten sich einander ganz nah.
„So ein Fest macht das Herz jung!“
(Meta Mischel, Königin)
Das Lenninghof-Schützenfest war mehr als ein Nachmittag mit Papp-Aar und Gummipfeil. Es war ein Beweis dafür, dass Lebensfreude und Tradition auch hinter Pflegeheim-Türen blühen können – besonders, wenn Trommelschläge und Rosenblätter Hand in Hand gehen.
Birgit Korte vom Lenninghof bedankte sich bei der gesamten Einrichtung, ganz besonders beim Tambourcorps Bad-Fredeburg, dem Königspaar Heike und Karl-Theo Hamm und allen fleißigen Helferinnen der Caritas-Konferenz für dieses unvergessliche Fest! Und schon bald dürfen sich die Bewohner und Bewohnerinnen des Lenninghofes auf einen weiteren Höhepunkt in diesem Jahr freuen: den Martinsmarkt mit Tag der offenen Tür im November.



