Quelle: Wald und Holz NRW
Wie können Industrie, Wald und Gesellschaft gemeinsam Antworten auf Klimawandel und Zukunftsfragen finden? Dieser Frage widmet sich die zweite Folge des Live-Podcasts „Kneipengespräche: Klimaheld Wald“, die jetzt erschienen ist.
Aufgezeichnet wurde die Folge in Hartmanns Wirtshaus in Bochum. Rund 100 Gäste diskutierten gemeinsam mit Unternehmer Arndt G. Kirchhoff, geschäftsführender Gesellschafter der Kirchhoff-Gruppe, und Meike Steimann, Leiterin des Regionalforstamtes Ruhrgebiet von Wald und Holz NRW. Durch den Abend führte Jan Hüsing vom Format „Forst erklärt“.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie wirtschaftliche Entwicklung, Klimaschutz und die vielfältigen Leistungen des Waldes zusammen gedacht werden können. „Wir haben wirklich die Verantwortung für ganz viele Menschen, die im Ruhrgebiet leben, über fünf Millionen. Und da ist es auch wichtig, dass Wald und Unternehmen zusammenarbeiten und an einer Lösung arbeiten und nicht gegeneinander“, betonte Arndt G. Kirchhoff. Der Unternehmer schilderte eindrucksvoll, wie sich die Industrie auf den Weg zu mehr Nachhaltigkeit macht. Themen wie Kreislaufwirtschaft, ressourcenschonende Produktion und der Einsatz von grünem Stahl seien längst nicht mehr nur Zukunftsvisionen. Gleichzeitig werde Nachhaltigkeit auch zu einem wichtigen Faktor für die Gewinnung von Fachkräften. „Wenn Sie heute ein attraktiver Arbeitgeber sein wollen, dann müssen Sie auch eine Antwort haben auf die Herausforderungen dieser Zeit“, so Kirchhoff.
Verantwortung für ganz viele Menschen
Die forstliche Perspektive brachte Meike Steimann ein. Sie machte deutlich, dass der Klimawandel auch im Ruhrgebiet längst sichtbar ist und die Wälder vor großen Herausforderungen stehen. Gleichzeitig seien sie unverzichtbar für die Lebensqualität der Menschen. „Das muss man sich mal klarmachen, dass Wald tatsächlich bei vielen Sachen eine Lösung sein kann“, sagte die Leiterin des Regionalforstamtes Ruhrgebiet. Wälder kühlen Städte, speichern Kohlenstoff, mindern Lärm und leisten einen wichtigen Beitrag für Gesundheit und Erholung. Zwischen Wald und bebauten Bereichen können Temperaturunterschiede von bis zu acht bis zehn Grad entstehen. Ein besonderes Anliegen ist Steimann, die Menschen wieder stärker mit dem Wald in Verbindung zu bringen: „Ich kann nur das schützen, was ich tatsächlich auch kenne.“
Nach den Gesprächen mit den beiden Gästen diskutierte auch das Publikum engagiert mit. Auf Bierdeckeln wurden Fragen gesammelt und Themen wie Bürokratieabbau, gesellschaftlicher Zusammenhalt und die Verantwortung für kommende Generationen aufgegriffen.
Die „Kneipengespräche: Klimaheld Wald“ sind ein Format von Wald und Holz NRW im Rahmen der landesweiten Kommunikations- und Dialoginitiative „Klimaheld Wald“. Ziel ist es, den Wald zu den Menschen zu bringen und gemeinsam mit Persönlichkeiten aus Gesellschaft, Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft über die Zukunft von Wald, Klima und nachhaltigem Handeln ins Gespräch zu kommen.
Die aktuelle Podcast-Folge sowie weitere Informationen zu den kommenden Veranstaltungen finden Interessierte unter http://www.klimaheld-wald.de/kneipengespraeche/



