Quelle: Jens Koch
Wenn Götz Alsmann über das Sauerland spricht, klingt ehrliche Sympathie durch: „Ich liebe das Sauerland. Ich bin jedes Jahr ein paar Mal mit Wanderstiefeln unterwegs“, verriet er im Gespräch mit Hermann Hoffe vom WOLL-Magazin. Am 19. September ist der Musiker, Entertainer und Moderator im Sauerlandtheater Arnsberg zu Gast – ein Termin, auf den sich viele Kulturfreunde freuen.
Bereits in den 1980er-Jahren stand Alsmann in Arnsberg auf der Bühne. „Von daher hatte ich mit Arnsberg immer zu tun. Münster und Arnsberg sind ja nahe Wesensverwandte“, sagt er augenzwinkernd. Besonders beeindruckt zeigt er sich von der regionalen Kulturtradition: „Die sauerländische Musiklandschaft muss nichts mehr lernen. Aus ihr sind Jazz-Musiker, Country-Sänger und Schlagerstars hervorgegangen. Wir könnten uns eher ein Beispiel nehmen an dieser lebendigen Chor- und Blasmusik-Kultur.“
Trotzdem sieht Alsmann das Publikum nicht regional geprägt, sondern überregional ähnlich: „Es gibt zwei Arten von Publikum: Die einen applaudieren sofort wie verrückt, die anderen sparen sich das bis zum Schluss auf. Aber das ist kein Wesenszug einer Region.“
Ein besonderes Anliegen ist ihm die Kulturarbeit in kleineren Städten. Gerade abseits der Metropolen gebe es ein lebendiges Kulturleben: „Oft sind es engagierte Vereine, Kulturämter oder lokale Initiativen, die mit viel Herzblut Veranstaltungen organisieren. Das Publikum ist dafür in der Regel sehr dankbar.“
Dass das Internet heute neue Möglichkeiten für junge Musiker eröffnet, bewertet Alsmann positiv. Wo früher Plattenfirmen und lange Produktionswege nötig waren, können heute auch Künstlerinnen und Künstler aus ländlichen Regionen Sichtbarkeit erlangen. „Die Welt ist enger und kleiner geworden – und das kommt gerade der Provinz entgegen.“
Mit Blick auf sein Konzert in Arnsberg betont der Musiker die Universalität seiner Programme: „Meine Sachen sind nicht speziell für eine Region zugeschnitten. Man kann sie in der Großstadt ebenso genießen wie im ländlichen Raum. Seit dem Zeitalter der Massenmedien sehen, hören und lesen wir alle dieselben Inhalte. Wir sind uns näher gekommen.“
Zum Abschluss empfiehlt Alsmann allen Interessierten: „Wer noch keine Karten hat, sollte sich schnell eine besorgen.“ Denn wenn der „König des Jazzschlagers“ das Sauerlandtheater betritt, ist ein Abend voller Musik, Humor und feiner Unterhaltung garantiert.


