Quelle: Rheinland-Pfalz Tourismus-Dominik Ketz
Schwimmen in den Maaren
Vor Tausenden von Jahren tobten in der Vulkaneifel gewaltige Naturkräfte. Heißes Magma traf auf Wasser, der Boden explodierte – und riesige Trichter rissen die Erde auf. Heute sind diese Krater mit Wasser gefüllt und als Maare weltberühmt. Viele stehen unter strengem Naturschutz, doch in vier Maaren ist das Schwimmen erlaubt. Ein Erlebnis, das es so nur in der Eifel gibt: eintauchen in tiefblaues, klares Wasser, umgeben von uralten Vulkankratern.
Vier Maare, vier besondere Naturfreibäder
Naturfreibad Schalkenmehrener Maar – das größte der Dauner Maare
Das Schalkenmehrener Maar ist das größte der drei Dauner „Eifel-Augen“. Es entstand als Doppelmaar, von dem heute nur noch der westliche Teil mit Wasser gefüllt ist. Wer nach einer Wanderung eine Erfrischung sucht, kann schwimmen, Boot fahren oder angeln. Die ausgedehnten Uferzonen sind Heimat für seltene Vögel wie Haubentaucher und Knäkente. Besonders für Familien ist das Naturfreibad ideal: Neben Baby- und Kinderbecken gibt es genügend Platz zum Entspannen auf den Liegewiesen.
Quelle: Rheinland-Pfalz Tourismus Dominik KetzNaturfreibad Gemündener Maar – das Kleinste mit großem Sprungturm
Im dichten Buchenwald versteckt, liegt das Gemündener Maar – das kleinste der drei Dauner Maare. Hier herrscht eine fast mystische Atmosphäre. Wer den Eifelsteig vom Weinfelder Maar herabwandert, wird mit einem atemberaubenden Blick auf die tiefblaue Wasserfläche belohnt. Im Naturfreibad locken großzügige Liegewiesen, ein Kinderbereich und ein Kiosk mit Erfrischungen. Highlight für Mutige: der 7,5 Meter hohe Sprungturm – nichts für schwache Nerven! Wer es ruhiger mag, kann das Maar mit dem Boot erkunden.
Naturfreibad Pulvermaar – das tiefste Maar der Eifel
Mit bis zu 74 Metern Tiefe ist das Pulvermaar nicht nur der tiefste See der Eifel, sondern auch einer der schönsten. Es hat eine fast kreisrunde Form und ist von einem dichten Wald umgeben.
Quelle: Rheinland-Pfalz Tourismus-Dominik KetzDas Wasser ist besonders klar und bietet perfekte Bedingungen zum Schnorcheln und Tauchen. Wer sich nicht ins kalte Nass traut, kann auf dem 3-Meter-Sprungturm erst einmal die Aussicht genießen oder mit einem Ruder- oder Tretboot über das Wasser gleiten.
Naturfreibad Meerfelder Maar – zwischen Seerosen und Vulkangestein
Das Meerfelder Maar ist in eine beeindruckende Landschaft eingebettet. Sein Ufer ist gesäumt von Schilf und Feuchtwiesen, die seltenen Wasservögeln als Brutgebiet dienen. Doch im Nordbereich des Maares ist das Baden in ausgewiesenen Zonen erlaubt. Hier kann man sich nach einer Wanderung erfrischen oder mit dem Boot die Spiegelungen der umliegenden Hänge auf der Wasseroberfläche bestaunen.
Die Maare – Naturschönheiten mit Geschichte
Quelle: Rheinland-Pfalz Tourismus-Dominik KetzDie Maare sind nicht nur Badeseen, sondern auch Zeugnisse eines explosiven Kapitels der Erdgeschichte. Noch heute gehen Geologen davon aus, dass der Vulkanismus in der Eifel nur schlummert. Doch keine Sorge – die empfindlichen Messgeräte zeigen keine Gefahr an. Jedes Maar erzählt seine eigene Geschichte, jedes hat seine eigene Atmosphäre. Kristallklares Wasser, grüne Ufer, Natur pur – wer in einem Maar schwimmt, erlebt die Eifel von ihrer ursprünglichsten Seite.
Die Badesaison in den Maaren dauert von Mitte April bis September – natürlich abhängig von der Witterung.
Mehr dazu: www.gesundland-vulkaneifel.de/erleben/sport-spass/schwimmen-in-den-maaren


