Quelle: privat
WOLL: Seit wann sind Sie beim SGV Hilchenbach tätig und was sind Ihre Aufgaben?
Sabine Büdenbender: Ich bin seit neun Jahren beim SGV Hilchenbach als Wegemarkiererin aktiv und kümmere mich unter anderem um die beiden Zuwege Hilchenbach Markt über Helberhausen zur Ferndorf-Quelle und über Vormwald zum Rothaarsteig. Seit letztem Jahr betreue ich zusätzlich einen Abschnitt des Hauptweges des Rothaarsteig von der Ginsburg bis zum Lahnhof. Zweite Wegewartin bin ich seit vier Jahren.
WOLL: Was macht den Rothaarsteig heute besonders?
Sabine Büdenbender: Zum Glück ist der Rothaarsteig seiner Linie als genialer, abwechslungsreicher Wanderweg treu geblieben. Hinzugekommen sind die sehr erwähnenswerten und lohnenden Rothaarsteig-Spuren. Für mich macht vor allem die vielfältige und abwechslungsreiche Landschaft den besonderen Reiz des Weges aus. Ebenso positiv sind die unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade und Streckenprofile, die für ganz unterschiedliche Ansprüche passende Etappen ermöglichen. Sehr gut finde ich auch die seit letztem Jahr angebotenen Zeltpodeste.
WOLL: Haben Sie einen Lieblingsabschnitt oder einen besonderen Aussichtspunkt am Rothaarsteig?
Sabine Büdenbender: Tatsächlich ist es „mein“ Streckenabschnitt: der Gillerbergturm. Die Aussicht ist traumhaft. Auch die Ginsburg, die neue Liftschänke, die Ederquelle, die Siegquelle sowie der umgelegte, naturbelassene Teilabschnitt gehören für mich zu den besonderen Highlights. Ein weiterer Höhepunkt ist die Strecke von Olsberg zu den Bruchhauser Steinen bis hin zum Langenberg mit der Clemensberger Heide und dem Clemensberg.
WOLL: Der Wald hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert, unter anderem durch Borkenkäfer, Trockenheit und zuletzt die Afrikanische Schweinepest. Wie erleben Sie diese Veränderungen entlang des Rothaarsteigs?
Sabine Büdenbender: Der Borkenkäfer hat große Schäden verursacht, gleichzeitig entstehen aber auch neue Ausblicke und Mischwald. Ich wünsche mir, dass einige dieser offenen Blickachsen erhalten bleiben. Kritisch sehe ich die vielen Schotterwege. Die Afrikanische Schweinepest bringt zudem kilometerlange Zäune mit sich. Man muss strikt auf den Wegen bleiben, auch wenn das natürlich besser ist als ein komplettes Betretungsverbot.
WOLL: Was wünschen Sie sich von den Besucherinnen und Besuchern des Rothaarsteigs, damit die Natur auch für kommende Generationen erhalten bleibt?
Sabine Büdenbender: Die Natur sollte respektiert werden. Müll bitte wieder mitnehmen! Außerdem wünsche ich mir weiterhin viele Menschen, denen der Weg, die Natur und das Wandern am Herzen liegt.


