Quelle: Hof Althaus
Auf dem Hühnerhof ist jetzt Hochsaison. Michael und Ina Althaus brauchen trotzdem glückliche Hühner fürs Geschäft. Stress und Futterneid stören nur beim Brüten. Also: 6.000 Legehennen sollen gute Laune haben. Auf dem Hof spüren Besucher sofort, wie begeistert die beiden bei ihrer Arbeit sind. Und genau das überträgt sich auch auf die Hühner.
Ina Althaus: „Hühner haben auch Gefühle, deshalb behandeln wir sie gut.“ Sie legt außer dem normalen Futter auch getrocknetes Gras vor, als zusätzliches Trockenfutter und – ganz wichtig – als Beschäftigungstherapie. „Den Hühnern schmeckt’s, sie knabbern dran und haben was zu tun. Langeweile wäre nicht gut. Dann picken sie sich untereinander und verletzen sich.“
Massage und Mozart für die Hennen
Streicheleinheiten für die Hennen sind angesagt. Die Hühner lieben es, wenn Ina Althaus sie in den Arm nimmt und massiert. Die Hennen reagieren, sind ausgeglichen und gackern leise. Das Radio spielt im Hintergrund. Die Hennen hören querbeet verschiedenste Radioprogramme. Tagsüber Pop und Volksmusik, abends schonmal Mozart. „So geht Ostern bei uns auf dem Hühnerhof in Braunshausen“, sagt Ina Althaus und lacht.
Quelle: Hof Althaus
Quelle: Hof AlthausHandarbeit ist gefragt
Die gelegten Eier werden auf einem Band in den Verpackungsraum transportiert. Federn an den frisch gelegten Eiern entfernen sie noch von Hand. Die ganze Familie packt mit an. Drei Generationen arbeiten zusammen: Michael und Ina, Sohn Maik und Opa Andreas Kurzdörfer. Alles andere am Transport- und Verpackungsband läuft automatisch.
Für den Großhandel werden die Eier maschinell gestempelt und verpackt. Für den Einzelhandel sortiert die Familie Althaus die Eier von Hand. Michael Althaus: „Diese Eier packen wir einzeln in die Pappschachteln. Aber ohne die Maschinen würden wir das zeitlich gar nicht schaffen. Was sie in einer Stunde erledigen, dafür bräuchten wir einen Tag.“ In den Wochen vor Ostern arbeitet die Familie auch an den Wochenenden.
Glückliche Hennen und Hähne
Durch große Luken können die Hühner nach draußen im drei Hektar großen Außenbereich herumlaufen. Im großen Stall und auf den weitläufigen Wiesen können sich die 6.000 Legehennen und 10 Hähne frei bewegen – eine wichtige Voraussetzung für das Bio-Siegel.
Ganz ungefährlich ist das Hühnerleben aber auch in Braunshausen nicht. Denn draußen über den Wiesen kreist hin und wieder der Habicht. Dann schlagen die Hähne sofort Alarm. Für die Hennen heißt das: Rein in den Stall, Musik hören, Massage genießen – und Eier legen.


