Grafschaft läuft über sich hinaus – Mehr als 31.000 Euro bei 24-Stunden-Spendenlauf gesammelt

Es war ein Wochenende voller Emotionen, Gemeinschaft und echter „Glückmomente“: Der 24-Stunden-Spendenlauf in Grafschaft hat alle Erwartungen übertroffen. Was vor wenigen Wochen noch wie eine mutige Idee klang, entwickelte sich am Ende zu einem außergewöhnlichen Zeichen der Solidarität.

„Wir hatten uns 10.000 Euro als Ziel gesetzt“, sagte Organisatorin Jessica Gerritsen nach dem Zieleinlauf sichtlich bewegt. „Jetzt schließen wir mit über 30.000 Euro ab. Ich kann das kaum in Worte fassen.“

Tatsächlich sprechen die Zahlen für sich: 27.005 Euro kamen allein beim eigentlichen 24-Stunden-Lauf zusammen. Hinzu kamen weitere 4.646 Euro durch den Kinderlauf. Insgesamt wurden damit beeindruckende 31.656 Euro für den guten Zweck gesammelt. Gleichzeitig legten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer insgesamt 4.584 Kilometer zurück.

Akt der Solidarität

Doch an diesem Wochenende ging es um weit mehr als um Zahlen. Schon beim Start hatte ein Vertreter des Hospizes in Altenhundem die Veranstaltung als „Akt der Solidarität“ bezeichnet. Ein Satz, der den Charakter des gesamten Wochenendes treffend beschrieb. Viele Teilnehmer wuchsen über ihre eigenen Grenzen hinaus, liefen weiter als geplant und motivierten sich gegenseitig über die gesamte Distanz hinweg.

Besonders emotional war für viele die Atmosphäre entlang der Strecke. „Man ist 24 Stunden gemeinsam unterwegs – und dabei entstehen Freundschaften“, schilderte der Organisator. Viele Läufer hätten persönliche Geschichten und Beweggründe mitgebracht. Gelaufen wurde unter anderem zugunsten der Palliativpflege – ein Thema, das viele Menschen direkt berührt.

Kinder sorgten für besondere Momente

Auch die Kinder sorgten für besondere Momente. Einige von ihnen liefen in drei Stunden bis zu 22 Kilometer – eine außergewöhnliche Leistung. Bei den Jungen gab es sogar drei erste Plätze gleichzeitig. Der Applaus der Zuschauer zeigte deutlich, wie groß die Anerkennung für diesen Einsatz war.

Ein großer Dank galt am Ende der DJK Grafschaft, die den Lauf im Rahmen ihres Sportfestes möglich gemacht hatte, ebenso wie den zahlreichen Sponsoren, Helfern und Unterstützern. Noch zwei Wochen vor der Veranstaltung waren lediglich 29 Teilnehmer angemeldet. Am Ende gingen rund 160 Starter auf die Strecke.

Und die wichtigste Frage des Tages? Ob es eine Fortsetzung geben wird. Die Antwort fiel vorsichtig, aber eindeutig aus: „Ich muss erstmal ein bisschen schlafen“, sagte der Organisator mit einem Lächeln. „Aber ich denke schon.“