Gold, Silber, Bronze beim Weltcup in Winterberg

Quelle: Dietmar Reker

Kimberley Bos wiederholt Vorjahreserfolge: Niederländerin siegt vor Kanadierin Mirela Rahneva und Lokalmatadorin Hannah Neise

Winterberg (pst). – Wie im Vorjahr bei beiden Weltcup-Rennen in Winterberg gewann auch dieses Mal bei den Frauen im Skeleton die Niederländerin Kimberley Bos. Sechs hundertstel Sekunden Vorsprung fuhr sie im zweiten Lauf gegen die nach dem ersten Durchgang führende Kanadierin Mirela Rahneva heraus.

„Winterberg ist immer etwas Besonderes. Es sind nur dreieinhalb Stunden von Zuhause. Meine Familie und meine Freunde sind hier“, sagte die Gesamtweltcupsiegerin des Vorwinters. In den ersten Rennen in Nordamerika war Bos noch nicht aufs Podest gefahren. „Die Bahnen dort kenne ich noch nicht so gut und ich habe etwas mit dem Material probiert“, erklärte Bos.

Quelle: Dietmar Reker
Kimberley Bos, NED, Skeleton Weltcup vom 06. – 08. Januar 2023 Foto: Sportpresse Reker / Dietmar Reker

Die Kanadierin Rahneva hatte das zweite Saisonrennen in Park City gewonnen, ärgerte sich aber nicht, dass in Winterberg nicht ihren zweiten Sieg holte. „Es ist immer schön aufs Podest zu kommen. Ich freue mich, dass es gegen die junge Konkurrenz noch klappt“, erklärte die 34-Jährige.

Hannah Neise aus Schmallenberg bestätigte mit ihrem 3. Platz beim Weltcup auf ihrer Heimatbahn die gute Form. Foto: Sportpresse Reker / Dietmar Reker

„Ich bin immer noch eine Junge“, sagte beispielsweise die Olympiasiegerin und Lokalmatadorin Hannah Neise vom BSC Winterberg, die sich über die erste Podestplatzierung auf ihrer Heimbahn freute. Eine Woche bevor sie in der VELTINS-EisArena ihren Juniorinnen-Weltmeistertitel verteidigen möchte, war Neise beste Deutsche. Sie versetzte Tina Herrmann auf Rang vier mit sechs Hundertstel Vorsprung. Susanne Kreher wurde mit der besten Laufzeit im zweiten Durchgang nach Rang 13 im ersten Lauf noch Sechste. „Wie man sich denken kann, war ich mit dem ersten Lauf nicht zufrieden. Es waren ein paar kleine Fehler drin und das Material war nicht optimal, aber mit dem zweiten Lauf bin ich zufrieden, auch wenn der nicht ganz fehlerfrei war.“ Zwischen den beiden deutschen Hermann und Kreher platzierte sich Janine Flock bei ihrem Weltcupcomeback. Im Gesamtweltcup bleib Tina Hermann vorne vor Hannah Neise und Mirela Rahneva.

Deutscher Doppelsieg zum Auftakt in Winterberg

Olympiasieger Christopher Grotheer gewinnt packendes Skeleton-Rennen in der VELTINS-EisArena

Winterberg (pst). – Der Auftakt des BMW IBSF Weltcups Bob und Skeleton präsentiert von VELTINS im Bob und Skeleton in der Winterberger VELTINS-EisArena war zwischendurch hochspannend und am Ende richtig dramatisch. Olympiasieger Christopher Grotheer zeigte schließlich, dass er mit allen Bedingungen zurechtkommt und gewann mit am Ende deutlichen 39 hundertstel Sekunden Vorsprung vor seinem Team-Kollegen Axel Jungk. Eine Hundertstel dahinter platzierte sich der Brite Matt Weston. „Eine Siegleistung ist immer sehr schön und wahrscheinlich auch sehr gut. Ich freue mich auf den Weltcupsieg und freue mich auf nächste Woche“, sagte Grotheer, der mit dem Sieg in Winterberg seine Führung im Gesamtweltcup ausbaute.

Podium Herren Skeleton, Skeleton Weltcup vom 06. – 08. Januar 2023, VELTINS-EisArena am 06. Januar 2023, Foto: Sportpresse Reker / Dietmar Reker

Im Rennen der Skeletonmänner waren die Abstände bereits im ersten Durchgang hauchdünn. Hinter dem führenden Südkoreaner Seunggi Jung, der mit 56.82 Sekunden die beste Zeit hinlegte, lagen der Chinese Yan Wenggang sowie die beiden Deutschen Axel Jungk und Christopher Grotheer mit knappen sechs hundertstel Sekunden Rück-stand gemeinsam auf Platz zwei. Der dritte Deutsche Felix Keisinger befand sich mit 23 Hundertstel Rückstand auf den Führenden auf Rang fünf.

Im zweiten Abschnitt entwickelte sich ein dramatisches Rennen und das Klassement wurde ordentlich durcheinandergewirbelt. Während Weston sich von Platz sieben auf das Podium vorarbeitete, rutschten die beiden Asiaten, aber auch Felix Keisinger, im Feld nach hinten. Am bittersten war der zweite Lauf für den Koreaner Jung, der nur die 20. Laufzeit im zweiten Durchgang erzielte und insgesamt von Platz eins auf 13 durchgereicht wurde. Weston sagte: „Der erste Lauf war nicht so gut, ich habe im zweiten einige Korrekturen vorgenommen. Da waren noch einige Fehler. Es war sehr eng zu Axel Jungk, aber er hatte mich.“ Jungk selbst haderte mit Fehlern in beiden Läufen: „Das Ergebnis ist an sich o.k., aber die Leistung nicht. Nach dem ersten Lauf hatte ich erstmals das Gefühl in dieser Saison, dass ich gewinnen kann. Auch wenn der Bock am Ende ärgerlich war. Im zweiten Lauf zieht es mich direkt aus der Spur. Das war das K.o.-Kriterium.“

Die Ergebnisse komplett gibt es hier: https://www.ibsf.org/de/component/events/event/502727