Quelle: Beate Schmied
Beate Schmies auf der Suche nach dem Glück
Wenn Beate Schmies von Glück spricht, dann leuchten ihre Augen. Die frühere WDR-Studioleiterin hat im Silberger Schrabbenhof ein Format geschaffen, das in der Region längst Kultstatus erreicht hat: die Glücks-Matinee in der Kulturkirche. Entstanden ist die Idee nach einem radikalen Schnitt. „Nach 25 Jahren voller Verantwortung und komplizierter Gespräche musste ich erst einmal Abstand gewinnen“, berichtet sie. Ein Alleinaufenthalt in der Bretagne habe sie „elektrisiert“ – vor allem die Natur. „Die Natur hat mir sehr viel erzählt. Ich hatte fast spirituelle Anwandlungen, weil ich mich als ganz kleiner Mensch in diesem großartigen Universum fühlte.“
Zurück im Sauerland wuchs aus dieser Erfahrung der Wunsch, andere Menschen an positivem Denken teilhaben zu lassen. Schmies begann, Glücksforschung zu lesen, Musik und Bewegung neu einzuordnen – und erkannte: „Ich möchte Menschen etwas Positives beibringen. Viele sind verbittert, ängstlich oder trauen sich gar nicht mehr raus.“
Rote Couch in der Kulturkirche
So wurde die Glücks-Matinee geboren – ein Gesprächsformat mit besonderen Gästen auf einer roten Couch in der Kulturkirche. Zwischen Wunschbaum, bunten Kissen und Livemusik sprechen Künstler, Forstleute, Ordensfrauen oder Menschen mit schweren Schicksalen über das, was sie glücklich macht. Schmies wählt ihre Gäste sorgfältig aus:
Quelle: Beate Schmies„Ich kenne viele Glücksmenschen. Und es berührt mich, wie sehr ihre Geschichten andere ermutigen.“
Ein großer Teil des Publikums kommt inzwischen auch aus dem Siegerland, was Schmies besonders freut: „Silberg verbindet zwei Mentalitäten. Dass so viele Siegerländer Stammgäste geworden sind, ist eine Win-Win-Situation.“
Für sie selbst bedeutet Glück vor allem, bewusst Schalter umzulegen: „Ich weiß genau, was ich tun muss – raus in die Natur, fotografieren, tanzen, singen.“ Glück sei kein Dauerzustand, aber man könne ihn trainieren. „Man muss Menschen freundlich begegnen. Ein Lächeln, ein Kompliment – und beide gehen glücklicher auseinander.“
Nun soll das Format wachsen: Schmies wird ihre Glücks-Gespräche künftig auch im WOLLcast Pauerland fortsetzen. Menschen, die andere inspirieren, sollen dort eine Stimme bekommen – tiefgründig, persönlich, mutmachend.
Ihre wichtigste Botschaft bleibt schlicht, aber kraftvoll: „Ein Mensch, der keinen Sinn im Leben sieht, kann nicht glücklich werden. Aber jeder kann lernen, das Schöne bewusst wahrzunehmen.“ (hh)
Instagram: beateschmies www.instagram.com/beateschmies/
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