Gemeinsam statt einsam

Wohngut Saalhausen

Gemeinschaftswohnen im WohnGut Saalhausen

Als Reinhard Schmelter zum ersten Mal ins WohnGut Saalhausen kam, wollte er eigentlich nur einen Monat bleiben. „Einfach mal ausprobieren“, sagt der 81-Jährige. Heute ist für ihn klar: Weg möchte er nicht mehr. „Das ganze Ambiente hier, die Umgebung mit dem Park und dem Wald, für mich ist das geradezu ideal.“

Schmelter lebt im Gemeinschafts-Wohnen des WohnGut Saalhausen. Eine Wohnform für Menschen, die zwar noch weitgehend selbstständig sind, im Alltag aber nicht mehr allein sein möchten oder hier und da Unterstützung brauchen. Jeder hat sein eigenes Zimmer als Rückzugsort, gleichzeitig spielt sich vieles gemeinsam ab: Frühstück, Mittagessen, Kaffeetrinken, Abendbrot. Begegnungen entstehen ganz selbstverständlich.

Alltag mit Bewegung und Begegnung
Der gebürtige Kirchhundemer war viele Jahre im Lehrberuf tätig, später stieg er in die Firma seines Bruders ein. Erst mit einer Medikamentenunverträglichkeit wurde das Leben allein zunehmend schwierig. „Irgendwann hätte ich mich zuhause auch nicht mehr allein ums Essen kümmern können“, erzählt er. Einen Pflegegrad hat er nicht, fit fühlt er sich bis heute. Täglich geht er mehrere Stunden spazieren, trifft dabei alte und neue Bekannte, unterhält sich und hat seinen Mitbewohnern so immer etwas zu erzählen, wenn er zurück ins WohnGut kommt.

WohnGut Saalhausen

Gerade diese Mischung aus Eigenständigkeit und Gemeinschaft ist für ihn entscheidend. „Hier ist immer jemand da.“ Morgens wird gemeinsam gefrühstückt, mittags zusammen gegessen, zwischendurch ergeben sich Gespräche auf dem Flur, im Wohnzimmer oder draußen im Park. „Man hat immer einen Ansprechpartner. Und wenn ich meine Ruhe haben will, mache ich einfach die Tür zu.“

Auch Veranstaltungen, Gottesdienste, Vorträge oder gemeinsames Singen gehören für ihn inzwischen selbstverständlich dazu. Und die vollen Bücherregale sind noch lange nicht ausgelesen.

Gemeinschaft als Teil des Konzepts
Für Jan Bialuschewski, Direktor des WohnGut Saalhausen, liegt genau darin die Stärke des Gemeinschafts-Wohnens. „Das Motto dieser Wohnform ist: gemeinsam statt einsam“, erklärt er. „Soziale Kontakte sind im Alter unglaublich wichtig.“ Studien zeigten immer wieder, wie sehr Gemeinschaft, Gespräche und feste Tagesstrukturen dazu beitragen, geistig und körperlich aktiv zu bleiben. „Menschen sind soziale Wesen“, sagt Bialuschewski. „Und im Gemeinschafts-Wohnen entstehen diese Kontakte ganz automatisch.“

Reinhard Schmelter
Reinhard Schmelter

Das Konzept ist bewusst offen gestaltet. Die verschiedenen Wohn- und Betreuungsangebote im Haus greifen ineinander, die Bewohner begegnen sich im Alltag immer wieder. Gleichzeitig gibt es Sicherheit für die Zukunft: Sollte sich der Gesundheitszustand verändern, können Bewohner innerhalb des WohnGut weiter betreut werden und müssen die dann bekannte Umgebung nicht verlassen.

Für Reinhard Schmelter ist das beruhigend. Vor allem aber fühlt er sich angekommen. „Wenn es mir hier nicht gut gehen würde, wäre ich längst wieder zuhause“, sagt er. „Aber ich bin hier sehr glücklich.“