
Am 31. Juli 2026 ist es genau fünf Jahre her, dass Anja Geueke ihr Restaurant „Kraftfutter“ in Bracht eröffnet hat. Gefeiert wird dieses Jubiläum am Samstag, 8. August, mit vielen Leckereien und musikalischer Begleitung. „Lasst euch überraschen“, sagt die 31-jährige Inhaberin. Die Gastronomie gehörte in ihrer Familie schon immer dazu. Mitten in der Corona-Krise übernahm sie 2021 die damalige Geueken Scheune, die für besondere Anlässe und Feiern genutzt wurde, von ihrer Tante Margret.
Renoviert und modernisiert
Mit tatkräftiger Unterstützung ihres Vaters Theo Geueke und zahlreicher Handwerker wurde die Geueken Scheune umfassend renoviert und modernisiert. Eine Fußbodenheizung wurde eingebaut, der Boden neu gefliest, eine moderne Küche installiert sowie neue sanitäre Anlagen geschaffen – alles ebenerdig und barrierefrei. Hinzu kamen eine neue Lüftungsanlage, eine neue Theke und ein neues Tor.
„Nur die alten, urigen Steinmauern sind geblieben. Eigentlich bieten die Räumlichkeiten Platz für 90 Personen, aber wir haben uns bewusst für 60 bis 70 Plätze entschieden, damit unsere Gäste genügend Raum haben und die Atmosphäre angenehm und entspannt bleibt“, erklärt Anja Geueke. Aus der Geueken Scheune wurde vor fünf Jahren das Restaurant Kraftfutter. „Die meisten Gäste wissen, dass früher in dieser Scheune das Futter für unsere Tiere gelagert wurde – für Milchkühe, Rinder und Schweine zur Selbstversorgung der Familie. Daher der Name. Heute steht Kraftfutter aber auch dafür, dass unsere Gäste in besonderer Atmosphäre entspannen, neue Energie tanken und ihre Feierlichkeiten ausrichten können“, sagt sie.

Guter Ruf über die Region hinaus
In den vergangenen Jahren hat sich das „Kraftfutter“ einen guten Ruf erarbeitet. Auf dem Parkplatz vor dem Restaurant stehen oft viele Autos mit Kennzeichen aus den Kreisen Siegen-Wittgenstein, Olpe und dem Hochsauerlandkreis.
„Unsere Gäste schätzen unsere bodenständigen, saisonalen Gerichte – und lassen sich zugleich immer wieder gern von neuen Ideen überraschen. Etwa alle fünf Wochen präsentieren wir eine neue Karte. Neben traditionellen Klassikern finden sich darauf auch kreative Neuinterpretationen“, erklärt Anja.
In der Küche wird großer Wert auf frische Zutaten gelegt. Selbst das Brot wird vor Ort gebacken. „Seit zweieinhalb Jahren ist Thomas Stratmann für unsere Küche mitverantwortlich“, erzählt Anja Geueke. „Zuvor war er Küchenchef im Hotel Deimann in Winkhausen, wo ich zu der Zeit ebenfalls gearbeitet habe. Heute arbeiten wir im Kraftfutter freundschaftlich und auf Augenhöhe zusammen. Das gilt für unser gesamtes junges Team mit mehr als zehn engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“
Anja Geueke hat das Gefühl, mit dem „Kraftfutter“ vor fünf Jahren die richtige Entscheidung getroffen zu haben und mit ihrem Restaurant auf einem guten Weg zu sein. Sie bezeichnet sich selbst als echte Sauerländerin: ein bodenständiges Brachter Mädel, das sich ein Leben in der Großstadt kaum vorstellen kann. Ihre Ausbildung absolvierte sie in der Küche des Hotels Deimann, anschließend machte sie ihr Abitur mit dem Schwerpunkt „Ernährung und Versorgungsmanagement“ in Olsberg.
Das Dorf Bracht mit seinen mehr als 460 Einwohnerinnen und Einwohnern beherbergt gleich zwei besondere Restaurants: das Bustaurant und das Restaurant Kraftfutter. Wie das Miteinander aussieht? Anja Geueke sagt: „Ich denke, wir sprechen jeweils unsere eigene Zielgruppe an. Wir respektieren und schätzen uns sehr. Und für Bracht ist es schön, dass es hier zwei Restaurants gibt, die so gut laufen.“





