
Kerstin Thielemeier: „Ich werde bei der Schmallenberger Woche 2027 wieder mit voller Leidenschaft dabei sein.“
Die Aktionsgemeinschaft Schmallenberg e.V. ist der Verein hinter der Schmallenberger Woche. Hier sind viele Ehrenamtliche tätig, mehrheitlich neben dem Hauptberuf. Kerstin Thielemeier ist bereits seit rund 15 Jahren in der Aktionsgemeinschaft tätig und übernahm im Jahr 2020 die Position der Geschäftsführerin. Gemeinsam blicken wir zurück auf die Schmallenberger Woche 2025.
WOLL: Wie zufrieden bist du mit der Schmallenberger Woche 2025?
Kerstin Thielemeier: Wir sind wirklich rundum zufrieden. Wir haben fünf Tage lang gesehen, wie eine ganze Stadt mit ihren 83 Dörfern zusammengekommen ist, um ein gemeinsames Jubiläum zu feiern. Die Stimmung war ausgelassen, das Programm abwechslungsreich und – trotz aller Herausforderungen – hat alles reibungslos funktioniert. Für mein Team und mich ist das mehr als ein echtes Erfolgserlebnis.
WOLL: Was ist bei dir am meisten hängen geblieben, wenn es um Zusammenhalt im Stadtgebiet geht?
Kerstin Thielemeier: Am stärksten in Erinnerung bleibt mir, wie kreativ und engagiert die Dörfer ihre Beiträge zur Dörfermeile umgesetzt haben. Ob die Litfaßsäulen oder die eigene „50“, die jedes Dorf mitgebracht hatte. Das war wie ein buntes Mosaik, das zusammen etwas richtig Großes ergeben hat. Und: Der Zusammenhalt und die Zusammenarbeit war nicht nur bei meinem spitzenmäßigen Team vorhanden, sondern auch bei den Dörfern. Da spürt man: Wir sind viele, aber wir gehören alle zusammen. Da war so viel Herzblut, Eigeninitiative und Stolz zu spüren. Es hat gezeigt, dass unsere Vielfalt kein Hindernis, sondern eine große Stärke ist. Ganz ehrlich: So eine Schmallenberger Woche habe ich noch nicht erlebt.
WOLL: Was war die größte Herausforderung?
Kerstin Thielemeier: Es gab wie immer viele Herausforderungen, die die ein oder anderen schlaflose Nacht zur Folge hatten. Zum Beispiel, dass diese Jubiläumswoche trotz gestiegener Kosten eintrittsfrei bleiben konnte. Das ist einer ganzen Reihe von Faktoren zu verdanken: der LEADER-Förderung, den großzügigen Sponsoren – und nicht zuletzt der unermüdlichen Arbeit zahlreicher ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer.
Eine weitere Herausforderung war sicherlich die Koordination der vielen einzelnen Programmpunkte, Helferinnen und Helfer sowie die logistische Abstimmung im Hintergrund. Bei einem Fest dieser Größe müssen unglaublich viele Zahnräder ineinandergreifen – und das alles ehrenamtlich. Aber gerade das macht den Erfolg noch wertvoller. Da schließt sich die Herausforderung für die nächste Schmallenberger Woche an. Es hat gezeigt, was möglich ist, wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen.
WOLL: Welche positiven Reaktionen haben dich besonders berührt?
Kerstin Thielemeier: Besonders berührt haben mich die vielen persönlichen Rückmeldungen von Besuchern, die sagten: „Man spürt, dass Schmallenberg zusammenhält. Wie schafft ihr es so ein tolles Fest zu organisieren?“ Dieses Gefühl, dass unsere Arbeit nicht nur für ein Event, sondern für ein echtes Miteinander steht, das geht direkt ins Herz. Vor allem aber: dieses Team von Ehrenamtlichen! Das sind großartige Menschen, die nicht jammern, sondern machen – immer lösungsorientiert, mit Humor, Zusammenhalt und einer ordentlichen Portion Schmallenberger Gelassenheit. Echt krass, was wir gemeinsam auf die Beine gestellt haben. Dazu gehören für mich selbstverständlich auch die Dörfer.
WOLL: Wenn man dich fragt, ob du die Schmallenberger Woche 2027 wieder mit organisierst, wie lautet deine Antwort?
Ob ich 2027 wieder federführend dabei bin? Heute sage ich: Ja.
Natürlich kostet das alles Zeit, Energie – und manchmal auch richtig Nerven. Aber was dabei entsteht, ist unbezahlbar: echte Gemeinschaft, Stolz auf unsere gesamte Stadt und viele unvergessliche Momente.
Wenn man sieht, wie 83 Dörfer und eine Stadt zusammen feiern, lachen und zeigen, was Heimat bedeutet – dann weiß man, warum man das alles tut.
Für so ein Gefühl lohnt es sich, auch 2027 wieder mit voller Leidenschaft dabei zu sein. Doch wenn wir ehrlich sind: Mehr als in diesem Jahr geht eigentlich nicht – aber wer weiß, wenn wieder alle an einem Strang ziehen, was noch möglich ist.




