Ferdi Pape: Einsatz im Sorpetal

Wer rund um Niedersorpe im Schmallenberger Sauerland unterwegs ist, begegnet den Spuren von Ferdi Pape an vielen Ecken. Eine gepflegte Bank mit freiem Blick ins Sorpetal, das frisch gemähte Wegstück oder der einladende Rastplatz. Der 72-Jährige kennt die Landschaft seiner Heimat wie kaum ein anderer. Mit handwerklichem Geschick und einem Blick fürs Detail sorgt er dafür, dass Wanderer sich hier rundum wohlfühlen können.

Diese Geschichte begann jedoch lange vor der Geburtsstunden des Rothaarsteigs. Schon als Schüler war Ferdi mit einem Freund und dessen Moped unterwegs, um in Winkhausen Bänke zu pflegen und das Gras rund um die Rastplätze kurz zu halten. Was damals aus reiner Verbundenheit zur Heimat entstand, wurde zu einer Aufgabe, die ihn bis heute begleitet.

Heute kümmert er sich um rund 25 Wanderwege in der Region, darunter auch die Rothaarsteig-Spur „Sorper Panoramapfad“ und der „Sorper Goldroutenweg“. Gemeinsam mit einigen Helfern hält er die Wege in Schuss. Vieles erledigt Ferdi nach wie vor selbst, dort wo Maschinen nicht hinkommen, auch mit dem Handmäher. Eine Arbeit, die Kraft kostet, für ihn aber ganz selbstverständlich dazugehört.

Ein Sauerländer Original mit vielen Talenten

Ferdi Pape ist ein Mann, den man nicht so schnell vergisst. Mit seinem Seppelhut, dem Wollpullover und seiner herzlichen, bodenständigen Art ist er ein echtes Sauerländer Original. Seit 1976 gehört er zum Hotel Deimann, wo sein handwerkliches Können immer gefragt war. Ob Reparaturen, die Pflege der Außenanlagen oder besondere Lösungen bei Alltagsproblemen – Ferdi ist der Mann, der anpackt, wo Hilfe gebraucht wird.

Seine größte Leidenschaft bleibt die Natur und das Wandern. Den Rothaarsteig hat er selbst erwandert und begleitet bis heute Gruppen des Hotels. Während der Wanderwochen ist er mit dem Wandermobil unterwegs und sorgt draußen in der Natur für die Verpflegung der Gäste. So verbindet er seine Arbeit mit dem, was ihm besonders am Herzen liegt: Menschen die Schönheit seiner Heimat zu zeigen.

Eine besondere Anerkennung für sein Engagement erhielt Ferdi zu seinem 70. Geburtstag. Auf dem Gipfel des Knollen erinnert heute ein Schild mit der Aufschrift „Ferdis Knollenpfad“ an seine Verbundenheit mit der Region und seinen Einsatz für diese.