Fahr mal nach …

Grafschaft-Schanze zum Kyrill-Pfad und Hängebrücke

Am 18. Januar 2007 fegte mit Kyrill einer der stärksten Orkane mit 225 km/h Spitzengeschwindigkeit über Deutschland und traf dabei das Sauerland besonders hart. Der Sturm brachte mehr als 60 Millionen Bäume zu Fall, davon einen Großteil im Sauer- und Siegerland.

In Grafschaft-Schanze lagen die Bäume meterhoch übereinander, nachdem sie wie Dominosteine in der Nacht zum 19. Januar 2007 umgeknickt wurden. Die Aufräumarbeiten begannen und dabei der „Kyrill-Pfad“ erhalten, um zu zeigen, was passiert, wenn die Waldfläche sich selbst entwickelt.

Ich besuchte den Kyrill-Pfad im September erstmals, der aus Stegen, Holzbrücken und Schneisen besteht. Der Pfad erinnert an einen Urwald, hier wuchsen nach Kyrill Blumen, Stauden, Büsche, Birken, Buchen und Fichten. Mitten im Kyrill-Pfad erwartet uns ein kleiner Aussichtsturm, der einen guten Ausblick auf den Wald bietet. Die Tiere und Pflanzen eroberten den zerstörten Wald wieder zurück. Bis zu tausend Besucher täglich werden nun gezählt.

Hängebrücke

Die Hängebrücke
Von Schanze aus geht es Richtung Rothaarkamm, wo uns eine hölzerne Hängebrücke erwartet, die zum „Ökosystem Wald“ des Rothaarsteigs zählt. Die Holzbrücke erstreckt sich auf eine Länge von rund 40 Metern über ein Tal und beeindruckt mit bis zu zwölf Metern Höhe. Eingebettet ist die wackelige Brücke in einem bewaldeten Taleinschnitt, der sich unter dem Saukopf befindet. Ein wenig Höhenangst habe ich, dennoch nahm ich allen Mut zusammen und wanderte ein Stück weit über die Hängebrücke. Rund drei Stunden dauerte die Wanderung an einem sonnigen Tag im September unter Einbeziehung der Hängebrücke, die ich im August während des Urlaubs im Rahmen einer Radtour besuchte.

Unterwegs laden Bänke, Gaststätten und die spannenden Skulpturen des Wald-Skulpturen-Wegs zum Verweilen, Stärken und Entspannen ein.