
Schüler vom Gymnasium der Benediktiner Meschede berichten von einer unvergesslichen Reise
Im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen der OASE, dem Haus der Stille und dem Gymnasium ist die Idee entstanden, regelmäßig im WOLL-Magazin über Projekte der Abtei, des Gymnasiums und über spezielle Seminarangebote zu berichten. Ein besonderes Augenmerk lag diesemal auf dem Schulsozialprojekt in Tansania, das seit einigen Jahren durch Bruder Robert und ein Lehrerteam des Gymnasiums betreut wird.
Bruder Robert verbrachte insgesamt fünf Jahre in Tansania – eine Zeit, die ihn nachhaltig prägte. Die Verbindung der Benediktiner nach Tansania reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Mehrere Benediktinerklöster in Tansania gehören zur Kongregation von St. Ottilien, zu der auch vier deutsche Klöster zählen. Aus dieser Beziehung heraus gründete Bruder Robert gemeinsam mit Kollegen die Partnerschaft mit der Berufsschule der Abtei Mvimwa. Alle zwei Jahre können sich Schülerinnen und Schüler für die begehrte Reise bewerben; in diesem Jahr wurden aus über 80 Interessierten zehn Jugendliche ausgelost, begleitet von drei Lehrkräften. Vom 27. September bis 13. Oktober waren sie in verschiedenen Regionen des Landes unterwegs.
Leben und Begegnungen vor Ort
Mit großer Vorfreude und Neugier trat die Gruppe ihre Reise an. „Ich war von einem früheren Vortrag über Tansania so beeindruckt, dass ich selbst einmal Land und Leute kennenlernen wollte“, sagt Pauline. Auch Hannah erinnert sich an den Moment, als die Zusage kam: „Ich habe sofort gewusst, dass das etwas ganz Besonderes wird.“
Die Reise führte zunächst in die Region um Mimba, bevor die Gruppe eine Woche im Kloster verbrachte. Dort erlebten die Schülerinnen und Schüler eine Gastfreundschaft, die sie nachhaltig beeindruckte. Schon bei der Ankunft wurden sie mit Tänzen und Gesängen empfangen – ein Erlebnis, das vielen in Erinnerung bleibt. Auch der Besuch der Partnerschule, einer Berufsschule, sorgte für eindrucksvolle Einblicke. Die Jugendlichen staunten, wie viel Bedeutung grundlegende Fähigkeiten wie Nähen, Lesen oder Schreiben im Alltag haben. „Viele träumen davon, einmal Europa zu sehen – und gleichzeitig merkt man, wie stolz sie auf ihr eigenes Leben sind“, berichtet eine Schülerin.
Ein Besuch in einem Dorf mit gemeinsamem Abendessen sowie der Abstecher an eine staatliche Grundschule vertieften die Eindrücke vom Alltag der Menschen. Ein weiterer Höhepunkt war der Safari-Ausflug, bei dem die Gruppe die faszinierende Tierwelt Ostafrikas aus nächster Nähe erlebte.
Eine Reise, die bleibt
Alle Teilnehmer sind sich einig: Die Reise hat sie nachhaltig geprägt. Viele möchten zurück, einige denken über ein Praktikum oder einen längeren Aufenthalt nach. Bruder Robert betont den pädagogischen Wert der Begegnung: „Es geht um Austausch, Respekt und gegenseitiges Lernen. Die Schülerinnen und Schüler sollen verstehen, wie vielfältig die Welt ist – und dass man manchmal mit weniger mehr hat.
Weitere Informationen:
https://koenigsmuenster.de/mission/abtei-mvimwa/



