Quelle: Isabel Bornemann
Wie Arnsberg freiwilliges Engagement fördert
Ohne Ehrenamt wäre Arnsberg nicht vorstellbar. Ob Feuerwehr, Sportverein oder Jugendangebote – überall tragen Freiwillige zum Leben in der Stadt bei. Isabel Bornemann von der Engagementförderung bringt es auf den Punkt: „Bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt ist eine entscheidende Säule unserer Gesellschaft.“
Breite Unterstützung durch die Stadt
Damit dieses Engagement gelingt, stellt die Stadt Strukturen und Angebote bereit. „So gibt es an mehreren Stellen der Stadtverwaltung Ansprechpartnerinnen und -partner, die sich um den Bereich Ehrenamt kümmern. Neben dem Kultur- und Sportbereich ist die Engagementförderung natürlich die Hauptanlaufstelle“, erklärt Bornemann.
Ein besonderes Projekt sind die seniorTrainer, die nach dem Berufsleben neue Aufgaben übernehmen. Hier unterstützt die Stadt mit Räumen, Pressearbeit und Organisation. Auf der Homepage gibt es zudem eine Übersicht über rund 80 Projekte.
Auch der Vereinsstammtisch ist ein wichtiges Forum. „Hier greifen wir die Themenwünsche der Ehrenamtlichen auf – von Öffentlichkeitsarbeit über Fördermittel bis hin zu unserer neuen digitalen Ehrenamtsplattform“, sagt Bornemann.
Arnsberg als Vorreiter
Während in vielen Städten nur sporadisch Stellenanteile das Ehrenamt betreuen, geht Arnsberg einen konsequenten Weg. „Wir waren eine der ersten Städte mit einer eigens eingerichteten Engagementförderung“, betont Bornemann.
Das Team arbeitet im Bürgermeisterreferat ausschließlich für das bürgerschaftliche Engagement und die Bürgerzentren. Bekannte Projekte wie JuLeA (jung lehrt alt) zeigen die Wirkung. Projektleiter Wolfgang Rochna erhielt dafür sogar das Bundesverdienstkreuz – ein Beispiel, wie Ehrenamt über die Stadt hinausstrahlt.
Dynamisch und wertvoll
Doch Ehrenamt bleibt nicht stehen. „Durch Inflation, Gesetzesänderungen oder Wechsel in Vereinsvorständen entstehen immer neue Herausforderungen“, erklärt Bornemann. Mit einem eigens eingesetzten Vereinslotsen unterstützt die Stadt deshalb Vereine bei organisatorischen und rechtlichen Fragen.
Engagement lebt aber nicht nur von Struktur, sondern auch von Anerkennung: „Die Ehrenamtlichen investieren oft sehr viel Freizeit unentgeltlich. Als Stadt versuchen wir, diese Wertschätzung durch das Sichtbarmachen des Engagements zu würdigen.“ Dazu gehören der Weihnachtsmarkt der Guten Taten oder die Verleihung der Ehrenamtskarte NRW, die Vergünstigungen und ein sichtbares Dankeschön bietet.
„Menschen, die brennen“
Am Ende steht für Isabel Bornemann immer der Mensch: „Es beeindruckt mich, wenn Menschen für eine Sache uneigennützig brennen und ihre Zeit investieren, um für Andere oder das Gemeinwohl etwas Gutes zu tun. Es macht mir sowohl beruflich als auch privat große Freude, diese Menschen dabei zu unterstützen.“



