
Bei der vierten Heimathelden-Spendengala der Volksbank Sauerland standen nicht nur die Förderbeträge im Mittelpunkt. In Wormbach wurde vor allem deutlich, welchen unbezahlbaren Beitrag die Ehrenamtlichen täglich für die Region leisten.
73 Vereine und Organisationen aus dem Hochsauerlandkreis und dem Kreis Olpe durften sich bei der Heimathelden-Spendengala der Volksbank Sauerland über finanzielle Unterstützung freuen. Insgesamt stellte die Genossenschaftsbank 100.000 Euro für die ehrenamtliche Arbeit in der Region zur Verfügung. Eingegangen waren 92 Bewerbungen – eine Zahl, die einmal mehr die große Vielfalt des Engagements im Sauerland sichtbar machte.
Bei der Begrüßung erinnerte Lars Glindmeyer, Generalbevollmächtigter der Volksbank Sauerland daran, dass ehrenamtlicher Einsatz in der Region zwar seit Generationen fest verankert sei, aber dennoch niemals als selbstverständlich betrachtet werden dürfe. Zahlreiche Menschen stellten ihre Zeit, ihre Kraft und ihr Können in den Dienst anderer – häufig still, verlässlich und ohne viel Aufsehen. Gerade deshalb reiche ein stilles Dankeschön nicht aus. Die Gala solle den Menschen, die oftmals im Verborgenen Großes leisten, eine Bühne geben.
100.000 Euro für „Blaulicht-Fraktion“
Zum vierten Mal würdigte die Volksbank Sauerland mit dem Format die „Heimathelden“ der Region. Gefördert wurden in diesem Jahr engagierte Projekte aus Rettungs- und Hilfsdiensten – von Feuerwehr, DLRG und DRK über THW und Malteser bis hin zu weiteren Initiativen, die sich Tag für Tag für andere einsetzen. Dabei verstehe sich die Volksbank Sauerland nicht allein als Finanzdienstleister, sondern als Partner, der mit dem Sauerland verbunden sei und Verantwortung für die Region übernehme.

Sascha Walenta, stellvertretender Landrat des Hochsauerlandkreises, gratulierte den ausgezeichneten Vereinen und Organisationen im Namen von Kreistag und Kreisverwaltung. Besonders hob er die Arbeit der Feuerwehren, des Deutschen Roten Kreuzes, der DLRG, des Technischen Hilfswerks, der Johanniter, der Malteser, des Arbeiter-Samariter-Bundes und weiterer Hilfsorganisationen hervor. Ihre Mitglieder seien für andere da, retteten Leben und gäben der Gesellschaft Halt.
Welchen Umfang das freiwillige Engagement erreicht, verdeutlichte Walenta mit einer eindrucksvollen Zahl aus dem Ehrenamtsatlas von WestLotto: Würden die im Hochsauerlandkreis geleisteten ehrenamtlichen Stunden mit dem Mindestlohn bewertet, ergäbe sich nach seinen Angaben ein rechnerischer Wert von rund 427 Millionen Euro pro Jahr. Der tatsächliche gesellschaftliche Wert des Ehrenamtes lasse sich jedoch kaum in Geld ausdrücken.
Tragende Säule im Sauerland
Neben Anerkennung und finanzieller Unterstützung nahm die Veranstaltung auch die Menschen selbst in den Blick. Dr. Tobias Weigl, Arzt, Autor und Experte für verständliche Gesundheitskommunikation, sprach über Selbstfürsorge im Ehrenamt und darüber, wie diejenigen, die viel Kraft für andere einsetzen, ihre eigene Gesundheit bewahren können.
Die Spendengala machte damit deutlich: Das Ehrenamt ist eine tragende Säule des Sauerlandes. Es sorgt für Sicherheit, Zusammenhalt, Gemeinschaft und Lebensqualität. Oder, wie es an diesem Abend formuliert wurde: Ehrenamt ist keine Selbstverständlichkeit – es ist ein Geschenk für die Gemeinschaft.
In einem späteren Bericht stellen wir an dieser Stelle die „Heimathelden 2026“ aus den verschiedenen Regionen vor: Region Meschede, Bestwig, Olsberg – Region Arnsberg, Sundern – Region Schmallenberg, Winterberg, Medebach, Hallenberg – Region Attendorn, Finnentrop, Lennestadt, Kirchhundem




