Digitale Pioniere aus dem Sauerland

Vier IT-Unternehmer aus dem Sauerland

Quelle: WOLL-Verlag

Eine digitale Zeitreise durchs Sauerland: Von Disketten, Pixeln und Pioniergeist

Es war einmal – nein, es ist noch heute spürbar: Eine Zeit, in der Bildschirme grün flimmerten, Modems piepsten und Disketten das Tor zur Zukunft waren. Wer in den 1980ern und 1990ern mit Technik in Berührung kam, tat das im Sauerland entweder mit staunenden Augen oder ölverschmierten Händen. Die Technik war nicht leise, aber auch nicht laut. Sie war einfach da, irgendwie faszinierend, eigenwillig, und oft ein bisschen kaputt. Und das machte sie liebenswert.

Der Schulcomputer war ein Heiligtum. Ein grauer Kasten mit DOS und Diskettenlaufwerk, den man nur mit strengen Blicken des Informatiklehrers benutzen durfte. Wer dran durfte, war König. Die ersten Lernspiele, pixelig und manchmal nur bedingt lernförderlich, versprühten dennoch einen Zauber. Und dann, natürlich der Game Boy: Kein Startsound, keine fancy Animation, nur dieses Klicken beim Einschalten und dann: „Tetris“.

Dann kam das Internet. Zuerst als Gerücht, dann als Realität. Wer sich damals einwählte, hörte es: das Pfeifen, Rattern, das ungeduldige Warten. Das Netz war langsam, teuer und geheimnisvoll. Wer online ging, tat das mit Bedacht und mit dem Vorsatz, vor 18 Uhr wieder offline zu sein. Sonst war das Abendessen in Gefahr.

Und irgendwo dazwischen: Jugendliche aus dem Sauerland, die mehr wollten. Die schraubten, löteten, bastelten. Die PCs nicht nutzten, sondern zerlegten. Die erste Webseiten mit Frontpage bauten, komplett in Comic Sans und mit Marquee-Elementen. LAN-Partys in Garagen, Kellern, auf dem Dachboden. Es ging nie nur ums Spiel. Es ging ums Zusammensein. Um das Teilen der eigenen Faszination.

Heute, 30 Jahre später, sind viele dieser Kinder Unternehmer, Entwickler, IT-Spezialisten. Sie programmieren keine „Snake“-Klone mehr, sondern bauen digitale Plattformen. Sie legen keine Netzwerkkabel mehr in Kinderzimmern, sondern strukturieren ganze Firmennetzwerke. Und sie tun es mit demselben Pioniergeist wie damals.

Das Sauerland war nie ein Ort großer Worte. Aber es war immer ein Ort großer Ideen. In Schmallenberg, Bad Fredeburg und Winterberg entstehen heute Strategien, die Unternehmen digitalisieren, mit einem Ohr beim Kunden und beiden Füßen auf dem Boden. Die Wälder und Berge im Blick, aber das Internet im Herzen. Hier ist Digitalisierung kein Schlagwort. Sie ist eine Haltung.

Die Digitalisierung, wie sie im Sauerland gelebt wird, ist nicht laut, nicht überdreht. Sie ist ehrlich. Bodenständig. Und verdammt begeisternd. Wer einmal gesehen hat, wie ein Achtjähriger auf einem alten Röhrenmonitor „Pac-Man“ spielt und danach fragt, ob man das auch programmieren kann – der weiß: Die Reise geht weiter. Nicht in Berlin. Nicht im Silicon Valley. Sondern in einem Wohnzimmer in Schmallenberg, mit Blick auf das Rothaargebirge. Digitalisierung ist keine Frage der Software. Sondern der Haltung.

Datenschutz und Datensicherheit aus dem Sauerland: Wie ein Schmallenberger Unternehmen digitale Türschlösser baut

Vier Sauerländer IT-Unternehmen, eine gemeinsame Vision: Digitalisierung, die zu uns passt. Bodenständig, ehrlich, effektiv. In unserer vernetzten Welt braucht es Partner, die nicht nur Tools verkaufen, sondern Lösungen entwickeln. Gemeinsam machen wir Digitalisierung greifbar – für Betriebe, die anpacken statt reden.

Wenn Benjamin Richter in seinem IT-Büro an der Weststraße sitzt und auf die Schmallenberger Berge blickt, denkt er oft an die Zeit vor der Digitalisierung. Sein Vater war Schlosser und sorgte dafür, dass Türen verschlossen waren. „Heute mache ich im Grunde das Gleiche“, sagt der Geschäftsführer der Cyber Complete GmbH. „Nur dass ich digitale Türschlösser baue und wir den Programmcode von Maschinen prüfen.“

Seit über acht Jahren schützt das Schmallenberger Unternehmen Betriebe vor Cyber-Dieben. „Stell dir vor, dein Computer ist wie dein Haus“, erklärt Richter. „Du würdest ja auch nicht die Haustür offen lassen, wenn du in den Urlaub fährst.“ IT-Sicherheit braucht die richtigen Schlösser, Alarmanlagen und Wachdienste – nur eben digital.

Die neue NIS-2-Richtlinie, die Ende 2025 in Kraft tritt, bereitet vielen Sauerländer Unternehmern Sorgen. „Das ist wie ein neues Baugesetz“, vergleicht Richter. Zum Vergleich: Bei der Datenschutz-Grundverordnung gab es im Jahr 2024 Bußgelder von 1,2 Milliarden Euro. „Das sind keine Knöllchen mehr“, warnt er.

Was früher der Dorfpolizist war, ist heute die Cyber Complete: der vertrauensvolle Ansprechpartner für Sicherheit. „Früher haben Wächter die Stadtmauertore in Schmallenberg bewacht“, schmunzelt Richter. „Heute bewachen wir die digitalen Tore unserer Heimat.“

Von Pac-Man zu Pixeln: Wie zwei Sauerländer das digitale Spiel neu erfinden

Als Benjamin Richter und Jan Pieper 2022 über eine eigene Marketing-Agentur sprachen, saßen sie nicht in einem schicken Café, sondern wie echte Sauerländer: entspannt bei einem Bierchen. Dass daraus die „german digital allstars GmbH“ – kurz gda – werden würde, hätten sie wohl selbst nicht gedacht.

„Website ist wie der gute alte Pac-Man“, erklärt Jan schmunzelnd. „Scheint simpel, aber dahinter steckt ’ne Menge Strategie.“ Seit es das Internet gibt, ist die Website die zentrale Anlaufstelle – wie früher der Dorfmarktplatz.

2023 gründeten sie die gda, zunächst mit Fokus auf Websites. Doch schnell merkten sie: Eine Website allein löst keine echten Probleme. Wie bei einem guten Retro-Spiel braucht’s das große Ganze.

„Wir haben KI implementiert“, erklärt Jan. „In Zukunft wird’s nur noch einen Entwickler geben, der die KI richtig bedienen kann. Dieser eine wollen wir für unsere Kunden sein.“ Mit frischen Ideen und Sauerländer Bodenständigkeit wollen sie die Marketingbranche aufmischen.

Das Versprechen der gda: „Mehr Kunden und weniger Chaos“ – keine Insellösungen, sondern durchdachte Systeme. Wie alte Arcade-Automaten: einfach zu verstehen, aber perfekt durchdacht. Das ist echte Sauerländer Effizienz – Innovation und Tradition in perfekter Harmonie.

Vier Sauerländer IT-UnternehmenQuelle: WOLL-Verlag

Vom 386er zur KI: Wie ein Schmallenberger Digitalisierung greifbar macht

Anfang der 90er in Schmallenberg: Während andere Jungs draußen kicken, sitzt Raphael Becker vor seinem ersten PC, einem Intel 386DX mit 25 MHz. Programmieren bringt er sich selbst bei, „von der Picke auf“. Aus dieser Leidenschaft wurde ein Beruf und nach über 20 Jahren Erfahrung gründete er die bepro solutions GmbH – spezialisiert auf Digitalisierung, Automatisierung und Künstliche Intelligenz mit Sitz in Schmallenberg.

„Früher schrieb man jede Zeile Code selbst. Heute erklärt man der KI, was sie tun soll, aber das klappt nur, wenn du deine Prozesse wirklich verstehst“, erklärt Raphael. Genau da setzt bepro an: digitale Lösungen mit echtem Nutzen. Von AI Voice Bots über individuelle Apps bis zu kontextbezogener KI-Unterstützung – alles orientiert sich an konkreten Aufgaben und schafft echten Mehrwert.

In der bepro Akademie gibt es ein regional einzigartiges Weiterbildungsangebot. Besonders hervorzuheben: die praxisnahe Weiterbildung zum Digitalisierungs-Scout mit TÜV Rheinland geprüfter Qualifikation, die das nötige Wissen für digitale Strategien vermittelt.

Trotz Hightech bleibt bepro bodenständig. „Wir sind fest in der Region verwurzelt“, sagt Raphael. Seine Kundschaft reicht vom lokalen Mittelstand bis zu Technologieführern. Sein Motto: „Wer Prozesse versteht, kann mit KI Großes bewegen, auch hier im Sauerland.“

IT aus dem Sauerland – ehrlich, klar, nah dran

Stell dir vor, du führst ein Hotel, eine Schule oder einen Laden. Alles läuft – bis plötzlich nichts mehr geht. Die Kasse streikt, das WLAN spinnt, die Server machen schlapp. Spätestens dann merkst du, wie wichtig funktionierende IT ist. Aber wer sorgt dafür, dass alles zuverlässig läuft – ohne Fachchinesisch, ohne versteckte Kosten?

Genau dafür gibt’s Open Place Networks aus Schmallenberg. Gegründet von Niels Bogers, der schon mit 19 Jahren wusste: IT geht auch besser. Ehrlicher. Kundenfreundlicher. Aus dieser Idee entstand ein Unternehmen, das heute für viele die erste Adresse für unkomplizierte IT-Lösungen ist. „Du zahlst zu viel für deine IT“, sagt Niels – und hat direkt eine Lösung parat.

Hier wird nicht lange geredet, sondern gemacht. Ob Kassensystem im Dorfladen, Standortvernetzung für Mittelständler oder WLAN-Check im Hotel – OPN sorgt dafür, dass alles läuft. Sicher, bezahlbar, ohne Wenn und Aber. Ein Gastronom bringt’s auf den Punkt: „Wir hatten keinen Plan, aber jetzt läuft alles stabil.“

Besonders ist auch, wie OPN arbeitet: Keine Hotline, keine Warteschleife – sondern echte Menschen, die ans Telefon gehen und anpacken. Die Stimmung ist locker, Ideen werden gehört, Verantwortung wird geteilt.

Heute betreut OPN Kunden weit über die Region hinaus, bleibt aber dem Sauerland treu. Aus dem Sauerland. Für überall.