Der Vereinsname ist Programm: „menschensKINDER tut was!“

menschensKINDER tut was

Quelle: menschensKINDER tut was

Als im Jahr 2004 ein verheerender Tsunami Teile asiatischer Länder zerstörte und über 230.000 Menschen das Leben kostete, löste die Riesenwelle auch tausende Kilometer weiter in unserer friedlichen Sauerländer Welt etwas aus: eine Initiative, die notleidende Kinder und Familien unterstützt. Diese Welle der Hilfsbereitschaft hält bis heute an und wächst von Jahr zu Jahr.

menschensKINDER tut was!Quelle: menschensKINDER tut was!

Carla Grundhoff erinnert sich genau an den 2. Weihnachtstag vor 22 Jahren: „Die Nachrichten sprachen von 30 Meter hohen Tsunami-Wellen. „Die Bilder der Opfer, darunter viele Kinder, die über den Fernseher in mein Wohnzimmer gespült wurden, erschütterten mich.“ Diese Eindrücke lassen die heute 69-Jährige wie so viele Menschen nicht los. Doch sie wollte nicht nur hilflos zuschauen, sondern etwas tun. „Das Übel in der Welt gibt es nicht, um zu verzweifeln, sondern um tätig zu werden“, so die gebürtige Balverin. Gemeinsam mit ihrer Freundin Irmgard Marx fasste sie den Entschluss, einen gemeinnützigen Verein zu gründen, der die Bedürfnisse der Jüngsten der Gesellschaft in den Blick nimmt. Schnell schlossen sich sieben Gründungsmitglieder zusammen und riefen am 26.02.2005 den Verein „menschensKINDER tut was!“ ins Leben.

Direkte und praktische Hilfe für Familien
Irmgard Marx beschreibt: „Wir wollten etwas tun, aber nicht anonym spenden, sondern Kindern und Jugendlichen direkt, persönlich und dort, wo es uns möglich ist, helfen. Das liegt uns am Herzen.“ Sein Handeln versteht der Verein als Appell: „Tut was!“

Und dieser Aufforderung kommt der Verein mit außergewöhnlichem Engagement nach. In den letzten 20 Jahren reichte der Verein unzähligen Familien eine helfende Hand: Zu den vielfältigen Projekten des Vereins gehören zum Beispiel die Anschaffung eines Transporters für ein gehbehindertes Mädchen. Auch die Aufführungen des Schmallenberger SchöPle-Puppentheaters im St. Elisabeth Hospiz werden unterstützt. Vereinsmitglied Dr. med. Rosemarie Kalajian unterstützt seit vielen Jahren einen Kindergarten in den Slums von Nairobi mit Licht, Lehrmaterial und Spielsachen.

Ein Plattformlift als spürbare Entlastung
Ein besonderes Projekt des Vereins ist die Unterstützung des 9-jährigen Pauls aus Hofolpe. Paul leidet an einer schweren genetischen Erkrankung, die seine geistige und körperliche Entwicklung stark beeinträchtigt. Um zur Förderschule nach Olpe zu kommen, muss Pauls Vater ihn trotz schwerer Rückenprobleme täglich die zwölf Stufen vor dem Haus tragen. Durch Vereinsmitglied Rosemarie Kühlem aus Altenhundem erfuhr der Verein vom Schicksal der Familie und startete eine Spendenaktion, für die Carla Grundhoff noch heute die Worte fehlen: „In nur 20 Tagen kamen 31.000 Euro für einen dringend benötigten Plattformlift für die Treppenstufen zusammen.“

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“
Mittlerweile zählt der Verein 25 Mitglieder, die nicht nur aus der Region, sondern aus ganz Deutschland stammen. Mit einem Jahresbeitrag von 60 Euro werden die vielfältigen Projekte unterstützt. Für dieses Jahr wünschen sich Irmgard Marx und Carla Grundhoff mindestens 50 Mitglieder, um den finanziellen und inhaltlichen Spielraum des Vereins zu erweitern. „Wir freuen uns über jedes neue Mitglied“, motiviert die Prokuristin im Ruhestand für den ehrenamtlichen Einsatz. „Um es mit Erich Kästner zu sagen: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“ Ein Appell, ein Stück des eigenen Glücks und Wohlstands zu teilen. Ganz gleich in welcher Form.