Anni und Uwe Künkenrenken begegnen dem Älterwerden mit Aktivität, Gelassenheit und guter Laune

Wenn ein Ehepaar gesucht wird, bei dem beide Ehepartner äußerst aktiv sind, dann ist man bei dem Neheimern Anni und Uwe Künkenrenken an der richtigen Adresse. Und das auch noch als Senioren, denn sie sind bereits über 70 bzw. 80 Jahre alt.

Hobby-Fotograf und Filmer in den 70er und 80er Jahren

Uwe (80) Künkenrenkens früheres Hobby waren noch eng mit seinem Beruf als Nachrichtentechniker bei der Firma Kampschulte verknüpft. Dort kam er in den 70er Jahren mit der VHS-Video-Kameratechnik in Kontakt. Im Laufe der Jahre entstand ein Archiv von über 10.000 (inzwischen) digitalisierten Bildern und Filmen, von denen einige auf „YouTube“ verewigt sind. So zum Beispiel alte Aufnahmen vom Neheimer Jägerfest, oder auch das Video vom Neheimer Tunnelbau, welches den damaligen Bürgermeister Paust beim ersten Spatenstich zeigt.   

Redakteur der Generationenzeitung „Sicht“

In den letzten Jahren ist Uwe Künkenrenken allerdings eher in den Printmedien aktiv, genauer gesagt als emsiger Redakteur des Generationen-Magazins „Sicht“. Berichte aus dem Arnsberger Stadtgebiet, mal ein Preisrätsel oder die von ihm verfassten, inzwischen berühmten „Lügengeschichten“, bei denen der Leser aufs Glatteis geführt wird und am Schluss die Frage „Wahr oder nicht wahr?“ beantworten muss – dieser bunteStrauß macht die Zeitschrift für Jung und Alt aus. Ganz neu sind die wöchentlichen Newsletter, die unter der Überschrift „Zukunft Alter aktuell“ sowohlverschickt als auch online gestellt werden, ein Angebot, das in CORONA-Zeiten dankbar angenommen wird.       

Chorsänger mit Fernsehauftritten

Nicht verschwiegen werden soll Uwe Künkenrenkens Begeisterung fürs Singen „inzwischen nur noch unter der Dusche“, welche ihn mit dem einst überregional bekannten „Wau-Wau-Quintett“ sogar dreimal ins Fernsehen führte. Eng verbunden ist er auch mit der Karnevalsgesellschaft „Blau-Weiss“ Neheim. Allerdings nach vielen aktiven Jahren heute eher als Besucher.

Anni Künkenrenken steht Ihrem Mann, was die Aktivität angeht, in nichts nach.

„Verwaltungsdirektorin“ der Arnsberger Tafel und gute Seele der Arnsberger Michaelschule

Seit 2000 ist die ehemalige „Personalerin“, wie sie sich selbst nennt, in der Gesamt-Verwaltung der „Arnsberger Tafel“ für die drei Ausgabestellen Arnsberg, Sundern und Neheim tätig. Vor der Corona- Zeit waren es 25 Stunden ehrenamtlich geleistete Arbeit pro Woche. Dieses beindruckende Pensum hielt die 73-Jährige nicht davon ab, eine weitere ehrenamtliche Tätigkeit zu übernehmen. In der Neheimer Michaelschule ist sie als „Lesepatin“ tätig, besucht Schulstunden und hilft bei den Hausausgaben. „Es ist ein Geben und Nehmen“ sagt Anni Künkenrenken, „die Kinder sind ja herrlich frei heraus, sprechen manchmal Ihre ganz eigene Sprache und vermitteln mir einen unverstellten Blick auf die Jugend unserer Zeit. Gerade bei den Schülern mit Migrationshintergrund, die aus aller Herren Länder auch in Neheim gelandet sind, erfährt man auch einige persönliche Geschichten, die einen zum Nachdenken bringen und helfen, etwaige Vorurteile aufzulösen.“ Andersherum kann Frau Künkenrenken den überraschten Kindern erzählen, dass es Zeiten gab, in denen schon ein einziger intakter Schultornister pro Kind großen Luxus bedeutete… „Es ist einfach schön, Kontakt zur Jugend zu haben, um so selber jung und „am Ball“ zu bleiben.“ Ein passendes Schlusswort von Anni Künkenrenken, die, ebenso wie ihr Mann Uwe, mit Aktivität und guter Laune und Gelassenheit dem Älterwerden begegnet.  

Anni und Uwe Künkenrenken begegnen dem Älterwerden mitAktivität, Gelassenheit und guter Laune