Quelle: YdoSol
WOLL: Herr Deimann, wenn Sie an die vergangenen 25 Jahre Rothaarsteig zurückdenken – welches Bild oder welche Begegnung kommt Ihnen als Erstes in den Sinn?
Andreas Deimann: Unsere 1. Rothaarsteigwanderwoche direkt nach Eröffnung im Jahr 2001. Mit über 30 Gästen fuhren wir täglich zum Ausgangspunkt und wurden nach jeder Etappe am Abend am Endpunkt wieder abgeholt. So haben wir den Steig in insgesamt neun Etappen von Dillenburg bis Brilon zum ersten Mal mit zahlreichen Gästen gemeinsam erwandert.
WOLL: Was bedeutet Wandern für Sie persönlich?
Andreas Deimann: Für mich ergibt sich durch das regelmäßige Wandern mit unseren Hotelgästen die Möglichkeit des intensiven Austauschs. Hier erfahre ich viel über Wünsche und Bedürfnisse der Gäste, die dann auch in die Gestaltung zukünftiger Angebote einfließen. Darüber hinaus kann ich den Mitwanderern auf unseren Touren die besondere Schönheit unserer Sauerländer Heimat näherbringen und tue ganz nebenbei auch noch etwas für mich und meine Fitness.
Quelle: Larissa GnackeWOLL: Das Hotel Deimann verbindet seit vielen Jahren Spitzenhotellerie mit der Natur des Sauerlandes. Was ist aus Ihrer Sicht das Geheimnis, damit sich Luxus und Ursprünglichkeit nicht ausschließen, sondern gegenseitig bereichern?
Andreas Deimann: Das liegt sicherlich an der Interpretation von Luxus. Es ist eher ein leiser, bodenständiger Luxus, den wir unseren Gästen bieten. Zeit ist dabei ein besonders hohes Gut. Den größten Luxus, den wir unseren Gästen bieten können, ist eine unbeschwerte Zeit und Momente voller Urlaubsglück, die sie in vollen Zügen genießen.
WOLL: Viele Gäste kehren seit Jahren oder sogar Jahrzehnten immer wieder zu Ihnen zurück. Was wünschen Sie sich, dass sie mit nach Hause nehmen – außer schönen Eindrücken?
Andreas Deimann: Vor allem viel Kraft und Energie für den Alltag sowie den Wunsch, das Sauerland und unser Haus baldmöglichst wieder zu besuchen!
Quelle: YdoSolWOLL: Stellen wir uns vor, Sie könnten einem Gast, der den Rothaarsteig zum ersten Mal besucht, nur einen einzigen Rat mit auf den Weg geben. Welcher wäre das?
Andreas Deimann: Nicht stur auf dem Rothaarsteig bleiben, sondern auch abseits des Weges die wunderschönen Fachwerkdörfer sowie die Rothaarsteigvarianten und -Spuren entdecken!
WOLL: Wo sehen Sie das Hotel Deimann und den Rothaarsteig in weiteren 25 Jahren? Welche Entwicklungen wünschen Sie sich für den Tourismus im Sauerland?
Andreas Deimann: Eine Glaskugel habe ich leider nicht und 25 Jahre sind doch eine sehr lange Zeit für eine Vorhersage. Ich wünsche mir jedoch für Gäste, Einheimische, Tourismus und sonstige Wirtschaft, dass es gelingt, die aktuell noch weitgehend intakten Strukturen in den Dörfern und Städten zu erhalten und so zu stärken, dass das Sauerland als attraktive Lebens-, Arbeits- und Urlaubsregion insgesamt an Stellenwert gewinnt!



