Quelle: Privat
Entlang der großen Festmeile im Dorf – von der Schützenhalle, über das Ehrenmal bis zum Dorfplatz unterhalb der Kirche – gibt es an zwei Tagen jeweils ab 11:00 Uhr viel zu sehen und zu erleben. Zu den Höhepunkten zählen Hubschrauberrundflüge, eine historische Ausstellung zur Dorfgeschichte und LiveMusik. Die Dorfgemeinschaft lädt dazu alle Gäste aus nah und fern sowie natürlich auch ganz besonders alle Upländer herzlich ein.
Die Festmeile wird spannend und abwechslungsreich gestaltet und zeigt mit traditioneller Handwerkskunst auch einen Teil der Geschichte des Dorfes. Hinzu kommen eine Trecker-Ausstellung, Fotobox, Biathlonanlage, Verkaufsstände und vieles mehr. So richtig los geht es am 1. Mai mit einem Frühschoppen. Wenn der Abend anbricht, wird es noch einmal richtig laut: Die Bands „The Tequilas“ und „Moskito Live“ sorgen dann für den krönenden musikalischen Abschluss und beste Stimmung. Ein eigener Bereich für Kinder und Jugendliche verspricht Spiel, Spaß und gute Laune mit Hüpfburg, Gläser bemalen, Glitzertattoos, traditionellen Kinderspielen wie Sackhüpfen, Dosenwerfen und einer mobilen Skisprungschanze. Am 1. Mai sorgt hier der Kinderentertainer Julian Böhme für beste Stimmung: Durch seine bunte Familienshow begeistert er Groß und Klein. Mit seinen Walking-Acts sorgt er auch auf der Festmeile für eine gute Atmosphäre. Die Ausstellung in der St.-VitusKirche am Jubiläumswochenende sowie eine Festschrift geben detailliert Auskunft über die Geschichte des Dorfes.
Auf der kulinarischen Seite können die Besucher allerlei entdecken: von Sauerländer Spezialitäten aus Großmutters Küche bis hin zu vegetarischen Gerichten, Waffeln, Kuchen, Crêpes, Eis, das Weindorf und natürlich frisches Veltins. Los geht es an beiden Tagen ab 11:00 Uhr. Die Festmeile ist bis 18:00 Uhr geöffnet und das Programm auf dem Festplatz geht bis 23:00 Uhr.
Parkplätze stehen neben dem Sportplatz, entlang der Bundesstraße sowie am Sägewerk zur Verfügung. Dort ist auch die Haltestelle für Bus (Bustransfers zwischen Hoppecke, Messinghausen und Bontkirchen) und Taxen. Für Fahrräder gibt es über der Brücke am Dorfeingang separate Parkplätze.
Die Geschichte Bontkirchens:
1276 fand das Dorf im Ittertal an der hessisch-nordrheinwestfälischen Grenze erstmals urkundliche Erwähnung als Bobbenkercken. In den vielen Jahrhunderten prägten Grenzstreitigkeiten die Geschichte von Bontkirchen – bis in die heutige Zeit. Grund der ersten Erwähnung war die Wiederbelebung der Pfarrei durch den Paderborner Erzbischof, der St. Vitus als Schutzpatron benannte. Der Name lebt heute noch im Namen der St. Vitus Kirche oder der Schützenbruderschaft St. Vitus im Ort weiter. Wechselvoll ging es im Grenzdorf weiter: 1507 verzichteten die Herren von Padberg nach Spannungen auf ihre Rechte am Dorf, das Kloster Bredelar übernahm diese.
1559 wurde ein Grenzvertrag mit der Stadt Brilon geschlossen, um die Gemarkung Bontkirchens zu regeln. Bontkirchen wurde Anfang des 17. Jahrhunderts auch einmal zur Filiale des Waldeck’schen Kirchdorfs Heringhausen. Durch die Änderung der Diözenengrenzen 1732 ging es vom Bistum Paderborn zur Diözese Köln und 1802 wieder an die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt. Nach dem Wiener Kongress 1816 fiel das Herzogtum Westfalen und damit auch Bontkirchen an Preußen. 1844 wurde Bontkirchen dem Amt Thülen zugeordnet. Durch die Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen ist Bontkirchen seit 1975 ein Stadtteil von Brilon, obwohl ein Teil der Willinger Straße mit sieben Häusern in Hessen lag.
Erst nach Jahren der Verhandlungen gehört seit 2009 dieser Teil Bontkirchens auch zu NRW. Rund 450 Bontkirchener leben heute im Dorf. Ortsvorsteher ist Frank Hennecke. Das Dorfleben wird von den Vereinen und ihren Aktionen gestaltet, darunter sind die Schützen, der Musikverein, der Männergesangverein, der Sportverein, die Feuerwehr, die Bontkirchener Frauenrunde und der Dorfverein.



