70 Jahre Schmallenberger Dichterstreit

Quelle: Screenshot

Es begann mit Literatur. Und endete im Streit.- Im April 1956 trafen sich in Schmallenberg Autorinnen und Autoren aus Westfalen, um über Literatur, Heimat und Tradition zu sprechen. Was als Austausch gedacht war, wurde zu einer Auseinandersetzung, die bis heute nachhallt: der Schmallenberger Dichterstreit. Ein Streit über Identität. Über Sprache. Über die Frage, wie frei Literatur sein darf – und muss. 70 Jahre später kehrt dieses Thema zurück. Nicht als Rückblick. Sondern als Einladung.

WOLL-Magazin, Kunstverein Schmallenberg e.V. und die Stiftung Westfalen-Initiative für Eigenverantwortung und Gemeinwohl laden am 20. April um 19:00 Uhr zu einem besonderen „Abend zwischen Literatur und Musik, zwischen Erinnerung und Gegenwart“ ein:

„Deutschland – mon amour“mit Peter Prange und Max Scheibe

Ein Programm, das berührt und herausfordert. Das Fragen stellt, wo einfache Antworten nicht genügen. Und das den Geist von damals ins Heute holt: Was bedeutet Heimat? Was darf Kunst? Und wie viel Streit braucht eine freie Gesellschaft? Mit Texten, Musik und klarer Haltung entsteht ein Abend, der mehr ist als Erinnerung. Ein Abend, der zeigt: Streit ist kein Makel. Sondern Voraussetzung für lebendige Kultur.

Kommen Sie. Hören Sie zu. Widersprechen Sie. Denn genau darum ging es damals. Und darum geht es heute.“, heißt es in der Einladung der Initiatoren zu dieser außergewöhnlichen Gedenkfeier.

In Schmallenberg werden auf der 1. Station des Stadtrundgang der Schmallenberger Dichterstreit und die Hintergründe ausführlich erläutert. Der Schmallenberger Dichterstreit von 1956.

70 Jahre Schmallenberger Dichterstreit – Gedenkfeier am 20. April 2026 – 19:00 Uhr im HABBELS, Schmallenberg – Eintritt 20,00 Uhr – Reservierungen hier: info@woll-verlag.de

Das Foto zeigt die Teilnehmer des Schmallenberger Dichterstreits von 1956 vor dem Hof Geiecke in Heiminghausen. Die Schriftsteller stritten damals darüber, ob es das Westfälische in der Literatur noch geben darf.© Privat