Auf die Matte, fertig, Sonnengruß!

Jessica Kloskes Yoga-Studio “Jes! Yoga”

Text und Fotos: Anna Verburg

Yoga ist viel mehr als nur ein Workout für den Körper. Die 22-jährige Jessica Kloske hat den Schritt in die Selbstständigkeit mit Jes!Yoga gewagt und sich ihren Traum als Yoga-Lehrerin erfüllt. In ihrem kleinen Yoga-Studio in Werpe gibt sie Kurse für alle Stufen und bringt noch mehr Yogi-Vibes ins Sauerland.

Was ist Yoga eigentlich genau?

Yoga umfasst nicht nur körperliche Übungen, sondern beinhaltet eine 5.000 Jahre alte, indisch-philosophische Lehre, die Körper und Geist in Einklang bringt. Ziel ist der Zustand des vollständigen Glücks. Daher stammt auch der Begriff ‚Yoga‘, was übersetzt soviel wie „das Einswerden von Körper, Geist und Seele“ bedeutet. Der Weg dahin besteht aus verschiedenen Praktiken, zu denen auch Körperübungen wie die sogenannten Asanas gehören. Daneben sind Meditation, Atmung, Konzentration sowie das eigene Handeln, also der Umgang mit seiner Umwelt und sich selbst, Teile des traditionellen Verständnisses von Yoga.

Der Ursprung des Yogas: Woher kommt es?

Die Wurzeln des Yogas liegen in Indien und sind im Hinduismus sowie in Teilen des Buddhismus zu finden. Im Hinduismus ist Erlösung eines der höchsten Lebensziele und das Streben danach immer eine zentrale Lebensaufgabe. Anfangs war Yoga ein rein spiritueller Weg, um den Geist zu beruhigen und so zu einer höheren Erkenntnis zu gelangen. Ein Blick auf Jessicas Social-Media-Kanäle genügt, um zu erkennen, dass sie die Ferne und ihre Kulturen liebt. Ihre Inspirationen von ihren Reisen nach Bali, Thailand und Co. bringt sie nun zu uns ins Sauerland.

1. Yoga trainiert Körper UND Geist

Wer schon mal Yoga ausprobiert hat, weiß: Bei einer Einheit kann man ganz schön ins Schwitzen kommen! Immerhin arbeitet die gesamte Muskulatur, die sowohl durch die statischen als auch die fließenden Bewegungen gekräftigt wird. Aber Yoga ist mehr als ein körperliches Workout. Für die meisten Yogis ist ein straffer Körper eher ein schöner Nebeneffekt. Denn das Ziel ist eigentlich ein anderes: Nur wer auf sich selbst konzentriert ist, schafft es, in den Asanas stabil zu stehen. Dabei werden die Wahrnehmung und das Bewusstsein für den eigenen Körper ge- steigert. So trainieren Yogis mit jeder Yoga-Einheit auch ihre mentale Stärke.

2. Yoga arbeitet im Fluss der Atmung

Wir atmen immer. Ganz von alleine. Im Yoga aber ganz bewusst: Lautes Atmen, Hecheln oder Stöhnen können sich für den ein oder anderen Yoga-Neuling etwas komisch anfühlen. Das ist jedoch ganz normal. Das bewusste Ein- und Ausatmen unterstützt die Übungen, vor allem, wenn sie atemsynchron, wie zum Beispiel beim Sonnengruß, ausgeführt werden. Bei öffnenden Positionen atmet man ein, bei schließenden aus, sodass man in einen Übungsfluss kommt. Dadurch schaltet der Kopf mit der Zeit ab, und genau das soll beim Yoga erreicht werden. Auch bei statischen Positionen hilft das Atmen, den Fokus zu bewahren, noch tiefer in die Figur zu kommen und den Körper intensiver zu spüren.

3. Yoga verbessert den Schlaf

Viele kennen es vermutlich: Man liegt im Bett, kriegt kein Auge zu, wälzt sich von links nach rechts und wieder zurück. Die Balance fehlt – mit den richtigen Asanas am Abend kann man dieses Problem gut angehen. Zahlreiche Studien zeigen, dass Yoga-Übungen die Schlafqualität ver- bessern und gegen Schlaflosigkeit helfen können.

4. Yoga hilft gegen Stress

Während einer Yoga-Einheit konzentriert man sich auf sich selbst. In Verbindung mit der Atmung wirkt sich das positiv auf das vegetative Nervensystem aus. Der Parasympathikus, der den Körper zur Ruhe bringt, wird stimuliert und Stress wird gelindert.

5. Yoga erhöht die Beweglichkeit

Viele der Asanas dehnen sanft die Muskulatur. So wird der Körper nicht nur gestrafft, sondern ganz nebenbei beweglicher gemacht, am besten in Verbindung mit einer tiefen Atmung. Die hilft übrigens auch, wenn es mal richtig weh tut. Dann versucht man sich auf das Ein- und Ausatmen zu konzentrieren, den Schmerz anzunehmen und sich noch mehr fallen zu lassen. Das sollte trotzdem alles noch erträglich sein. Ansonsten die Asana lieber lösen.

Leideschaft Yoga: Jessica Kloske

Auf die Matte, fertig, Sonnengruß!

Im vielfältigen Yoga-Dschungel findet jeder seinen Platz. Yoga ist immer möglich. Auch zu Corona-Zeiten. Auf Abstand im Park oder im Livestream.

Mehr zu Jessicas Kursangeboten findet man auf ihrer Facebookseite @Jessica Kloske.
Namaste!