Von Hermann-J. Hoffe

Die Nachricht vom Tod des 52-jährigen Schmallenberger Tourismusdirektors hat bei vielen Menschen in der Stadt Schmallenberg und darüber hinaus große Betroffenheit und Trauer ausgelöst. Jeder, der ihn kannte und mit ihm zusammenarbeitete, wusste von seiner Krankheit und dem Leid, mit dem er und seine Familie lebten. Seinem grenzenlosen Einsatz als Vordenker und Antreiber für sein Schmallenberger Sauerland tat das keinen Abbruch. Neben dem Wohl für seine Familie galt sein Wirken vor allem dem heimischen Tourismus und der Zukunft von Schmallenberg. Unermüdlich setzte Hubertus Schmidt sein Können und seine ganze Kraft für die Entwicklung und die Zukunft seines Heimatdorfes Fleckenberg und der ganzen Region Schmallenberger Sauerland ein. Hierfür können wir alle nur „Danke“ und „Vergelt’s Gott“ sagen.

Hubertus Schmidt
Hubertus Schmidt im Interview mit WOLL-Redakteur Tiny Brouwers – Juli 2018
Foto: Klaus-Peter Kappest

Das WOLL-Magazin hat seinen Start vor neun Jahren und die stetige Weiterentwicklung auch der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Hubertus Schmidt und dem Tourismus Schmallenberger Sauerland zu verdanken. Vom ersten Tag an erwies sich die gegenseitige Unterstützung als uneingeschränkt förderlich für beide Seiten. Das Ziel, die Stadt Schmallenberg und die Gemeinde Eslohe weiter nach vorne zu bringen und die Sauerländer Lebensart mit den Bewohnern und den Gästen zu loben und zu feiern, spornte uns immer wieder zu herausragenden Leistungen an. Hubertus Schmidt war als Antreiber und Koordinator im wahrsten Sinne des Wortes ein wahrer Sauerländer Macher, der das große Ziel, das Schmallenberger Sauerland als eine besonders lebens- und liebenswerte Region in Deutschland fortzuentwickeln, zu positionieren und zu vermarkten, niemals aus den Augen verlor. Diese Begeisterung und Liebe für das Schmallenberger Sauerland hat Hubertus Schmidt an viele Wegbegleiter und Mitstreiter weitergegeben.

Stein-Zeit-Mensch
Installation „Stein-Zeit-Mensch“ auf dem Rothaarkamm
Foto: Wetplatefoto von Christian Klant

In einem Interview sagte Hubertus Schmidt auf die Frage nach seinem Lieblingsplatz einmal: „Mein Lieblingsplatz ist auf dem WaldSkulpturenWeg bei der Installation ‚Stein-Zeit-Mensch‘ auf dem Rothaarkamm. Der Platz öffnet sich mitten im Wald wie eine Arena, fernab von jeglicher Zivilisation. Da empfinde ich eine Art positive Ehrfurcht vor der Natur und ihrer Beständigkeit, in deren Gegenwart man sich selbst vergänglich fühlt.“ In dem Bewusstsein der eigenen Vergänglichkeit suchte Hubertus Schmidt in seinem Wirken stets nach geeigneten Möglichkeiten für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit. Die Chancen eines klugen Marketings für die Stadt Schmallenberg und das Sauerland haben ihn dabei von Anfang an überzeugt. Wie nur wenige hat er immer und immer wieder versucht, das Grundprinzip des Marketinggedankens, nämlich die Bedürfnisse und Wünsche der Einheimischen und Gäste so gut wie nur möglich zu erfüllen, in der täglichen Arbeit in die Tat umzusetzen.

Sein Leben hat ein Ende. Sein Wirken, in der viel zu kurzen Zeit, hat Spuren hinterlassen, die noch lange sichtbar sind und wie ein Denkmal die Zeit überdauern werden. Die Verabschiedung von Hubertus Schmidt fällt schwer, doch unsere Hoffnung und Zuversicht, die uns der christliche Glaube gibt, zeigt uns am Horizont das helle Licht. Dies möge seiner Familie Trost und Kraft in dieser schweren Zeit geben und allen, die ihn vermissen, im Herzen ein bleibender Gedanke.

In diesem Sinne, lieber Hubertus, bleibst Du bei uns und wir bei Dir.

Das Team des WOLL-Magazins Schmallenberg/Eslohe und Umgebung