Als den Velmeder das erste (elektrische) Licht aufging …

Als den Velmeder das erste (elektrische) Licht aufging … Die vielen Nutzen des kleinen Valme-Stausees

Als den Velmeder das erste (elektrische) Licht aufging … Die vielen Nutzen des kleinen Valme-Stausees

Die vielen Nutzen des kleinen Valme-Stausees

Text: Christel Zidi

Fotos: S. Droste

Bevor die Valme bei Bestwig in die Ruhr mündet, hat sie schon einen knapp 20 Kilometer langen Weg hinter sich. Ihre Quelle liegt oberhalb der „Nassen Wiese“ an der Nordseite der Hunau. Von hier, auf einer Höhe von 775 Metern ü.N.N. geht es stetig abwärts – bis die Valme schließlich bei Bestwig in die Ruhr mündet.

Zunächst durchfließt der muntere Bach die Orte Obervalme und Werdern. Auf ihrem Weg durch das schöne, bergige Land wird die Valme von vielen überwiegend kurzen Nebenbächen gespeist, die von den Bergen herabfließen. Ebenfalls der Nordflanke der Hunau entsprungen ist die Brabecke. Bei Werdern mündet der 13,6 Kilometer Bach in die Valme und lässt diese schließlich zum Fluss heranwachsen.

Derzeit wird die Valme in ihren natürlichen Verlauf zurückversetzt. Schon jetzt lässt sich erkennen, wie schön es an ihren Ufern bald wieder aussehen wird. Nachdem der Fluss Ramsbeck hinter sich gelassen hat, geht es ziemlich schnurstracks durch Heringhausen. Auch hier wird man ihm in den nächsten Jahren seine ursprüngliche Form zurückgeben.

Nachdem die Valme den Ortsausgang Heringhausens hinter sich gelassen hat, wird sie gestaut. Dieser kleine Stausee befand sich im 14. Jahrhundert im Besitz des Mescheder Stifts. 300 Jahre später kam er in den Besitz der Familie Hanxleden.

Im Jahre 1900 erhielt die Gemeinde Velmede die Wasserrechte. Die Erlaubnis für den Bau und Betrieb eines Elektrizitätswerkes bekam die Düsseldorfer Firma Pfretschner Firma, eine andere Firma aus dem Rheinland, Max Schorch & Ci, schloss den Bau der Anlage dann ab. Und in der Gemeinde Velmede gingen zum ersten Mal die (elektrischen) Lampen an, gespeist mit dem Strom aus dem kleinen Wehr bei Heringhausen.

Das kühle Nass des kleinen Stausees bot den Valmetalern im Sommer eine herrliche Erfrischung. Bis in die 1930-Jahre hinein wurde der kleine Stausee als Badeanstalt genutzt. Als es 1936 geschlossen werden musste, lag das an der Verschmutzung der Valme durch die Abwässer des Ramsbecker Bergbaus. Die Arbeiten im Bergwerk ruhen schon lange Zeit, schmutziges Wasser gelingt von dort nicht mehr in den Stausee. Wer weiß vielleicht gelingt auch hier eines Tages eine Wieder-Nutzung als Badesee. Der direkt neben dem See verlaufenden Rad- und Wanderweg, die Bähnchentrasse, die von Ramsbeck nach Bestwig führt, und mehrere Bänke verweisen schon jetzt auf den hohen Erholungswert an diesem schönen Fleckchen Erde.

Als den Velmeder das erste (elektrische) Licht aufging … Die vielen Nutzen des kleinen Valme-Stausees