Am 27. Mai öffnet das Westfälische Schieferbergbau- und Heimatmuseum in Holthausen wieder seine Türen für Besucher. Zu sehen gibt es ab diesem Tag bis zum 26. Juli 2020 auch die LWL-Wanderausstellung Vogelfänger, Venntüten und Plaggenstecher – Natur und Landschaft vor 100 Jahren – Bilder und Filme von Dr. Hermann Reichling (1890-1948).

Natur und Landschaft haben sich in den vergangenen 100 Jahren stark verändert. Menschen übten Berufe aus, die es heute nicht mehr gibt. In dieser Zeit begann der westfälische Zoologe Dr. Hermann Reichling die Landschaften Nordwestdeutschlands zu fotografieren und später auch zu filmen.

Auf großformatigen Schwarzweiß-Fotos sind u. a. Vogelfänger, die mit Hilfe von Lockvögeln, den sogenannten Wacholderdrosseln, kleine Singvögel zum Verkauf auf dem Markt gefangen haben, zu sehen. Als Ornithologe fotografierte Reichling gerne die Venntüten. Es handelt sich dabei um die früher weit verbreiteten „Großen Brachvögel“. Er hat seinen Lebensraum in Mooren und Feuchtwiesen. Auch Plaggenstecher beobachtete Reichling bei ihrer Arbeit. Plaggenstecher haben früher in den Heidegebieten den obersten Boden abgetragen, um ihn als Einstreu im Stall zu nutzen.

Hermann Reichling (li.) mit dem Krammetsvogelfänger Heinrich Stille 1914 in einer Heide bei Kattenvenne im nördlichen Münsterland. Bildarchiv: LWL-Medienzentrum für Westfalen

Um der weiteren Verbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken, verzichtet das Museum auf eine Ausstellungseröffnung. Zudem gelten während des Besuchs im Museum die aktuellen Hygienemaßnahmen.

Die Wanderausstellung wurde vom LWL-Museum für Naturkunde, dem LWL-Medienzentrum für Westfalen, dem LWL-Museumsamt für Westfalen sowie dem Westfälischen Heimatbund erstellt.

Informationen im Überblick:

Die Ausstellung ist von Mittwoch, 27. Mai bis Sonntag, 26. Juli 2020 zu besuchen.

Die Öffnungszeiten sind Mittwoch, Freitag und Samstag von 14 – 17 Uhr und Sonntag von 10 – 13 Uhr. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 5,- Euro, für Kinder 2,50 Euro (Familienkarte: 8,- Euro)

Info zum Museum auch unter www.museum-holthausen.de