31. Januar 2020 – Hochsauerland: Ganz im Zeichen von Optimismus und einer positiven Zukunftserwartung stand der Jahresempfang der MIT Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU im Hochsauerlandkreis am gestrigen Abend in der „Orange World“ der Firma SKS Germany in Sundern. Stephan Werthschulte, der 1. Vorsitzende der Mittelstandsvereinigung, konnte rund 90 Unternehmer und Führungskräfte aus der mittelständischen Wirtschaft zum Jahresempfang begrüßen.

„Wir schauen bei uns zu viel in den Rückspiegel!“, mit diesen Worten begrüßte Regierungspräsident Hans-Josef Vogel die Teilnehmer des Jahresempfanges. „Wir müssen Lust auf Zukunft“ haben. Dazu gehört ganz dringend eine Aufholjagd beim Thema Digitalisierung, was auch vor den öffentlichen Verwaltungen nicht Halt machen darf. Hans-Josef Vogel weiter: „Wir müssen das Leben der Unternehmen und der privaten Haushalte mit der Digitalisierung einfacher, besser machen.“ Regierungspräsident Vogel versprühte Lust auf das Neue, auf neue Methoden, Lust auf Zukunft. Und das geht nur mit Optimismus.

Matthias Kerkhoff, Landtagsabgeordneter und 1. Vorsitzender der CDU im Hochsauerlandkreis, verwies in seinem Grußwort auf die zahlreichen Gesetze und Maßnahmen, die die Landesregierung im vergangenen Jahr auf den Weg gebracht hat. „Für das neue Jahr gilt es, mit Optimismus die Menschen und Ideen zu unterstützen und zu fördern, die uns nach vorne bringen und die anstehenden Aufgaben und Probleme anpacken“, so der CDU-Kreisvorsitzende.

Stephan Werthschulte lenkte in seiner Begrüßung den Blick hinüber nach Asien, „wo man an jeder Ecke und jeden Tag Lust auf Zukunft spürt“. Sein Plädoyer: „Wir benötigen eine tragfähige Zukunftsvision für Deutschland. Und dabei spielt der Mittelstand eine wichtige Rolle.“

Gespannt warteten die Gäste des Jahresempfanges auf den Vortrag von Prof. Dr. Jens Weidner, Kriminologe und Sozialisationstheoretiker, der aus Hamburg zum MIT-Jahresempfang angereist war. „Optimismus als Motor einer Gesellschaft und als Motor eines jeden Unternehmens“, so lautete der kurzweilige, unterhaltsame und mit erstaunlichen Beispielen gespickte 45-minütiger Vortrag. Prof. Weidner ist Vorstandmitglied im Wirtschaftsclub der Optimisten und bekannt für seinen schwarzen Humor. Und der durchzog seinen ganzen Vortrag zur Freude der begeisterten Zuhörer. In seinen Forschungsarbeiten hat sich Jens Weidner mit den verschiedenen Optimismus-Varianten auseinandergesetzt und für Deutschland herausgefunden, dass der sekundäre Optimismus der Motor für unseren wirtschaftlichen Erfolg ist. Zu den Eigenschaften dieser Optimismus-Variante gehören die Attribute: nachdenken – entscheiden – durchziehen – Kritik abperlen lassen, durch den sogenannten „Above-Average-Effekt“. Damit ist gemeint, von der eigenen Idee hundertprozentig überzeugt zu sein: „Es ist toll, Ich bin toll! Wir sind toll!“ Jens Weidner riet allen Zuhörern mal aufzuschreiben, wo man denn selbst wirklich toll sei. Er selbst käme auf 33 Punkte, wo er toll sei. Da machten dann auch mal 3 Fehler oder Niederlagen nichts aus. „Was ist schon 3 von 33?“ Zu guter Letzt sagte der Optimisten-Professor aus Hamburg, dass die „Best-of-Optimisten“ diesen „Above-Average-Effekt“ lieben: am Erfolg habe ich Schuld, am Misserfolg die Anderen. „Dieser positive Selbstbetrug hat nach Sicht von Jens Weidner fantastische, reale Konsequenzen: eine stabilere Gesundheit, eine bessere Arbeitsleistung und man lebe im Durchschnitt 19 % länger.

Mit langanhaltendem Applaus dankten die Mitglieder und Gäste dem Gastredner und die Mittelstandsvereinigung für einen optimistischen und motivierenden Abend, der danach bei einem kleinen Imbiss und vielen unterhaltsamen Gesprächen sein Ende fand.