Auch im Jahr 2019 wurde wieder der innogy Klimaschutzpreis ausgelobt um Gruppen und Personen auszuzeichnen, die sich in hohem Maße für Leistungen im Klima- und Umweltschutz engagieren. Die Preisverleihung fand jetzt im Gymnasium Schmallenberg statt.

Von vier Bewerbern kamen nach der Juryentscheidung drei in die engere Wahl:

Der 1. Preis mit einem Preisgeld in Höhe von 1.250 Euro ging an das Städtische Gymnasium Schmallenberg. Bei einer Baumpflanzaktion an drei Tagen wurden im vergangenen Herbst 2.200 junge Bäume gepflanzt. In der Nähe des Schneekreuzes bei Bad Fredeburg wurden die unterschiedlichen klimaresistenten Bäume in einer Höhenlage von etwa 740 Metern auf einer Fläche von 1,4 Hektar gepflanzt. Schüler und Schülerinnen aus den Jahrgangsstufen 5-10, aus jeder Stufe 15 Mädchen und Jungen, nahmen an der nachhaltigen Umweltaktion teil. Nach der Teilnahme an der „Fridays for Future“-Bewegung waren die drei Schülerinnen Amy Hochstein, Nastasia Weinfurtner und Madeleine Köß-Hebbecker so inspiriert, dass sie die Initiative ergriffen und an ihrer Schule in Eigenregie diese sehenswerte Aktion starteten. Nach der ersten Sensibilisierung und Vorträgen über die Bedeutung folgte eine erste Kontaktaufnahme zum Stadtförster Siegfried Hunker, der das Projekt begleitete. Anschließend wurden weitere Unterstützer mobilisiert, so dass am Ende dieses nachhaltige Ziel realisiert werden konnte.

Bei der Preisvergabe wurde betont, dass nicht nur das eigentliche Projekt ausgezeichnet wurde, sondern auch die große Beteiligung der Schüler/-innen sowie das besondere Engagement der drei Projektinitiatorinnen.

Der 2. Preis mit einem Preisgeld in Höhe von 750 Euro ging an das Familienzentrum Bödefeld mit dem Projekt „Kindercafé“. Der ganzheitliche Ansatz von Müllvermeidung und Einsparung von CO² wird dort praktiziert, indem vor Ort eingekauft wird, saisonale Produkte verwendet werden und den Kindern eine gesunde und ausgewogene Ernährung nahe gelegt wird, ohne zu viel Fleischkonsum.

Der 3. Preis wurde mit 500 Euro honoriert und wurde an den Städtischen Kindergarten Bracht verliehen. Mit dem Projekt „Wiederverwertung von Verpackungen“ wird dort das Beste aus der derzeit unvermeidbaren Situation gemacht, den Verpackungsmüll, der bei der Lieferung der Mahlzeiten anfällt, wieder zu verwerten. Deko- oder Aufbewahrungsbehälter werden gebastelt, anstatt den Müll einfach zu entsorgen. Eine Lösung des Grundproblems liegt nicht in der Hand des Kindergartens und bedarf noch einer passenden Lösung, doch die Idee zur Reduzierung des Mülls ist ein weiterer positiver Umweltbeitrag.

Bei der Preisvergabe in der Aula des Schmallenberger Schulzentrums wurde betont, dass die Urkunden und die Preisgelder auch eine Wertschätzung für alle aktiven Umweltschützer bedeute. „Wir hoffen, dass die Preisgelder weiter in Sinne des Umweltschutzes verwendet werden“, so Innogy-Kommunalbetreuer Markus Ebert.

Die drei Schülerinnen sagten stellvertretend für alle Mitschüler, dass sie durch dieses Projekt viel gelernt haben und dass sie sich am Ende über ein Erfolgserlebnis freuen können. Es wurde nicht nur gepflanzt, es wurde auch beachtet, dass die neuen Bäumchen überleben. Sie wollen auf jeden Fall das Thema fortführen und weitergeben an nachfolgende Jahrgänge, damit es nachhaltig wirkt. „Das alles ist Klimaschutz zum Anpacken“, freute sich auch der Vorsitzende der Preisjury Hubertus Heuel.

Im Anschluss an die Preisverleihung wurde symbolisch auf dem Gelände des Gymnasiums eine Esskastanie gepflanzt.