Eine Wanderung der fantastischen Blicke im oberen Sauerland

Sauerland im Winter.

Von Oberkirchen zur Hoheleye-Hütte und über Westfeld
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Text: Ursula Wiethoff-Hüning – Fotos: Heidi Bücker

Diese circa 17 Kilometer lange Tour begeistert zu jeder Jahreszeit, besonders auch im Winter, solange die Schneehöhe das Wandern zulässt. Der stetig an Höhe gewinnende Weg bis nach Hoheleye hinauf (720 m hoch) eröffnet dem Wanderer immer neue Perspektiven und je nach Wetterlage nahezu gigantische Blicke in die Ferne, einerseits Richtung Schmallenberg, andererseits bis zum Haus Ohlenbach und nach Langewiese. Nur sollte die Aufbruchszeit im Winter nicht zu spät geplant werden, damit einen die Dunkelheit nicht überrascht.

Startpunkt ist der Parkstreifen am Ortsende von Oberkirchen (Schützenstraße). Wir überqueren die Bundesstraße, wählen den Weg „Am Hirschberg“ genau gegenüber und nehmen hinter der oberen Häuserreihe links den Pfad, an dessen Ende wir auf den X 2 stoßen, dem wir bergauf folgen. Hier hat man bereits einen ersten schönen Blick auf Oberkirchen. Knapp einen Kilometer weiter biegen wir links in einen kleinen Hohlweg (X 2) ab, der stetig bergauf und immer geradeaus führt, bis zum Antoniushäuschen, einer kleinen Kapelle oberhalb von Westfeld.

Wir wandern weiter auf der Sommerseite, über den W 3 Richtung Döpps Feldscheune/Kalte Kirche. An der nächsten kleinen Kreuzung zweier Asphaltsträßchen laufen wir den W 3 bergauf bis zum Waldrand und biegen hier rechts ab. Dort haben wir bereits so viel Höhe gewonnen, dass wir bis Schmallenberg schauen können. Auch die Heilig-Kreuz-Kapelle von Wormbach sieht man deutlich. Unser Weg ist gesäumt von Bänken, auf denen wir die immer weiter werdenden Blicke genießen können. „Auf der Sommerseite“ wurde zum Naturschutzgebiet deklariert und an der sogenannten Kalten Kirche, einem kleinen Platz mit Bank und Schutzhütte, gibt es eine Informationstafel zur Heidelandschaft, die uns hier umgibt. 1Weiter geht es auf der Goldroute um die vor uns liegende Bergnase herum. Die Bank hier gibt einen wunderschönen Rundumblick frei, ein wenig später erkennen wir rechter Hand Gut Vorwald und können den Höhenort Schanze hinter den gegenüberliegenden Bergkuppen erahnen. Am nächsten Wegedreieck geht es weiter bis zu Döpps Feldscheune (0,7 km), bei der sich nach ungefähr eineinhalb Stunden Weg eine erste kleine Pause anbietet.

Der Weg verläuft weiter aufwärts auf dem W 3 bis zum Wanderparkplatz Ennest. Hier nehmen wir den W 4 Richtung Hoheleye (1,4 km), biegen rechts ab und wandern fast direkt an der Bundesstraße links bergauf. Der nun folgende, sehr steile Anstieg führt uns auf den Rothaarsteig bei Hoheleye bis zur bewirtschafteten Hoheleyer Hütte. An so manchen Wintertagen sind Stimmung und Blick hier oben einmalig schön.

Richtung Knäppchen, dem A 4 folgend, gehen wir einige hundert Meter auf dem Kamm, bis der Weg steil bergab bis zur Bundesstraße führt, wo wir links den A 3 Richtung Westfeld nehmen und am Berghang entlang zurück bis zum Parkplatz Ennest laufen. Direkt vor dem Parkplatz biegen wir nach einer Linkskurve rechts in den Weg W 3 bergab nach Westfeld ein. Bald gelangt man an den Rand des Dorfes und folgt hier weiter dem Weg in den Ortskern (1,4 km). Wir wählen diesseits der Lenne die Golddorfradroute W 3. Eine gute Möglichkeit zu einer weiteren Pause bietet sich im Café Backes an, an der Kirche vorbei, direkt an einer kleinen Lennebrücke. Kuchen, Waffeln und verschiedene warme Getränke sorgen für ein schönes Aufwärmen in dem liebevoll geführten Café. Zurück wandern wir auf dem W 3 an der Lenne entlang und an der Wegegabelung links hoch Richtung Kalte Kirche. Nach einem letzten steilen Anstieg kommen wir wieder am Antoniushäuschen an. Die Atmosphäre ist nun eine ganz andere als auf dem Hinweg, im Winter fast schon im Abendlicht: Eine besondere Weite oberhalb von Oberkirchen! Dorthin kehren wir auf dem uns bekannten Weg zurück.